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EU-Kommission schliesst Fluggesellschaften in Emissionshandel ein Luftfahrt ab 2012 dabei - inklusive Schweizer Gesellschaften

Fluggesellschaften, welche von, nach oder zwischen zwei Flughäfen in der EU fliegen, werden ab 2012 zur Kasse gebeten.

Die EU-Kommission legte am Montag die Vorschriften vor, die für die Aufnahme der Luftfahrt ins EU-Emissionshandelssystem gelten sollen. Dazu gehören Berechnungen, nach denen die kostenlose Zuteilung von Emissionszertifikaten erfolgt. Betroffen sind nach Angaben der EU-Kommission über 900 Fluggesellschaften, darunter auch die Swiss. Der Chef des Swiss-Mutterkonzerns Lufthansa, Christoph Franz, hatte die EU-Pläne im Mai heftig kritisiert. Er forderte weltweit gültige Regeln, weil sonst nach dem EU-Modell aussereuropäische Fluggesellschaften bevorzugt würden. EU geht voran Die EU würde «Massnahmen auf globaler Ebene vorziehen», sagte am Montag auch EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard. Aber «wir können es nicht verantworten, dass der Luftfahrtsektor keinen Beitrag leisten muss, weil man sich international nicht einigen kann», so die Kommissarin weiter. Mit der Veröffentlichung der so genannten «Benchmarks» wüssten die Fluggesellschaften nun, wie viele Zertifikate sie jährlich bis 2020 kostenlos erhielten. Gleichzeitig «werden wir uns für globale Vorschriften für die Luftfahrt einsetzen». Die Umweltschutzorganisation WWF begrüsste die Ankündigung in Brüssel. «Das ist ein bescheidener, aber wichtiger Schritt hin zur Reduktion von Luftverkehrsemissionen», heisst es im Communiqué. Diese Emissionen haben sich nach Angaben der EU-Kommission seit 1990 fast verdoppelt. Die Aufnahme des Luftverkehrs in das EU- Emissionshandelssystem sollte sich «nur begrenzt» auf die Ticketpreise auswirken. Die Kommission rechnet mit einer Erhöhung von knapp zwei bis zwölf Euro pro Billett. Verhandlungen Schweiz - EU Die Schweiz und die EU verhandeln seit März dieses Jahres über eine Verknüpfung ihrer Emissionshandelssysteme. Die zweite Verhandlungsrunde hatte letzte Woche in Zürich stattgefunden. Die Delegationen hatten dabei nach Angaben des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) bekräftigt, dass das Abkommen sowohl die CO2- Emissionen von stationären Anlagen (zum Beispiel Fabriken) als auch die durch den internationalen Luftverkehr verursachten Emissionen umfassen soll.

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