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Eurogruppe setzt Griechenland Frist bis 18. Oktober

Luxemburg Die Eurogruppe hat Griechenland ein Ultimatum von zehn Tagen zur Einhaltung seiner Sparversprechen gegeben.

Das Land solle sich bis zum 18. Oktober auf die insgesamt 89 schon im März vereinbarten Massnahmen verpflichten, damit die nächste Kredittranche freigegeben werden könne. Dies sagte Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker am Montagabend nach Beratungen der Euro-Finanzminister in Luxemburg. Das Land braucht spätestens im November weitere 31,5 Milliarden Euro aus dem zweiten Rettungsprogramm, um nicht in die Pleite zu rutschen. Laut Juncker gab es in den letzten Wochen und Tagen «substanzielle Fortschritte». Dennoch steht das Zeugnis der internationalen Schuldenkontrolleure aus. Die Troika wurde aufgerufen, ihren Abschlussbericht «so schnell wie möglich» vorzulegen, sagte Juncker. Zustimmung kam auch von der Chefin des Internationalen Währungsfonds IWF, Christine Lagarde: «Es gibt Fortschritte vor Ort, aber es muss noch mehr getan werden, und zwar an allen Fronten.» Dazu zählten Sparmassnahmen und Reformen: «Handeln heisst handeln - nicht reden.» Die internationalen Kreditgeber haben bislang noch nicht das neue Sparprogramm Athens von 14,5 Milliarden Euro gebilligt. Dies ist aber Voraussetzung für die Freigabe der dringend benötigten Kredittranche. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel reist am (heutigen) Dienstag nach Athen, um mit der griechischen Regierung und Unternehmern Wege aus der Schuldenkrise zu beraten. Mit dem überraschend angesetzten Besuch wolle Merkel die Solidarität mit Griechenland angesichts der schwierigen nötigen Reformen demonstrieren, hiess es in Regierungskreisen in Berlin.

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