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Euro-Gruppen-Chef will Banken in die Pflicht nehmen

Berlin Der Chef der Euro-Gruppe Jean-Claude Juncker will die Banken bei der Lösung der Schuldenkrise in die Pflicht nehmen.

Notfalls könne auch der Staat einen Verzicht auf das verliehene Geld aufzwingen. Private Banken müssten wissen, dass es zu einer «nicht freiwilligen Gläubigerbeteiligung» kommen könne, wenn die Akzeptanz der Institute der freiwilligen Beteiligung aus Sicht der Euro-Länder nicht ausreichend sei, sagte er am Freitag im Deutschlandfunk. Er werde sich in der kommenden Woche mit dem EU-Ratspräsidenten Herman Van Rompuy und den Bankenvertretern zusammensetzen. Die Banken sollen sich an der Griechenland-Rettung beteiligen. Vorgesehen ist bislang ein Forderungsverzicht von 21 Prozent. In der Diskussion ist aber eine stärkere Beteiligung. Juncker betonte die Notwendigkeit von höheren Eigenkapital-Quoten der Banken - notfalls mit Staatshilfe. «Wo Rekapitalisierungsbedarf besteht, müssen wir dafür sorgen, dass rekapitalisiert wird», sagte der Ministerpräsident Luxemburgs. Damit solle verhindert werden, dass von einer «zu engen Vermengung zwischen Schuldenkrise und Bankenproblematik eine Infizierungsgefahr für das gesamte Bankensystem ausgeht». Juncker betonte erneut, die aktuelle Lage sei keine Euro- sondern eine allgemeine Schuldenkrise. Beide Brandherde - Staatsverschuldung und Bankenproblematik - müssten bekämpft werden. Am Freitagabend wollten die G20-Finanzminister in Paris zusammenkommen.

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