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Europäische Firmen kommen schwerer an Kredite

Frankfurt Firmen in der Euro-Zone kommen derzeit wegen der Vorsicht der Banken immer schwerer an Kredite.

Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten vierteljährlichen Kreditbericht der Europäischen Zentralbank (EZB) hervor. Demnach verschärften im dritten Quartal zahlreiche Banken die Anforderungen an Schuldner - dies gilt vor allem für die von der Finanz- und Schuldenkrise hart getroffenen Länder im Süden der Währungsunion - in einem geringeren Umfang auch für stabile Länder wie Deutschland. Vor allem kleine und mittelständische Firmen hatten unter dieser Entwicklung zu leiden. Grund für die Zurückhaltung der Banken seien vor allem die Unsicherheit über die künftige Konjunkturentwicklung und Refinanzierungsprobleme gewesen. Für das vierte Quartal erwarten die von der Notenbank befragten Institute, dass die Kreditbedingungen abermals etwa im selben Umfang verschärft werden wie zwischen Juli und September. Die Daten der Kreditumfrage passen zu in den vergangenen Woche ebenfalls von der EZB publizierten Kreditdaten für den Monat September. Damals schrumpfte die Summe der Bankkredite an Unternehmen und Haushalte insgesamt überraschend stark. Im Monatsvergleich ging etwa die Summe der an Firmen ausgereichten Darlehen um 20 Milliarden Euro zurück, nachdem sie im August noch lediglich um 6 Milliarden Euro abgenommen hatte. In vielen rezessionsgeplagten Ländern ist die Nachfrage nach Darlehen naturgemäss gering. In manchen Staaten hakt es jedoch - wie sich in der EZB-Kreditumfrage nun niederschlägt - auch beim Angebot, so dass dort eine Kreditklemme droht.

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