Zum Hauptinhalt springen

Euro-Schuldenkrise lastet schwer auf Commerzbank

Frankfurt Der deutschen Commerzbank macht die Schuldenkrise in Europa weiter zu schaffen.

Die zweitgrösste Bank Deutschlands schrieb 2011 gut 2 Milliarden Euro auf griechische Anleihen ab. Dank Einmaleinnahmen blieb dennoch ein Gewinn von über 600 Millionen Euro. Der Gewinn der teilverstaatlichten Commerzbank kommt damit auf weniger als die Hälfte von 2010 zu stehen. Unter dem Strich schrieb die Commerzbank 2011 nur dank des Rückkaufs von eigenen Anleihen schwarze Zahlen, wie aus den am Donnerstag veröffentlichten Geschäftszahlen hervorgeht. Mit zwei Rückkaufaktionen rettete sich der Konzern mit 638 Millionen Euro (2010: 1,43 Milliarden Euro) Nettogewinn über die Null-Linie. Diese Papiere kaufte die Bank billiger zurück als sie herausgegeben worden waren - das brachte mehr als 1,1 Milliarden Euro an Einmalgewinn. Auch dieses Jahr arbeitet die Commerzbank weiter am Rückkauf nachrangiger Papiere, die für die Kapitalausstattung künftig eine weniger wichtige Rolle spielen. Seit Donnerstag werden weitere Hybridanleihen und Genussscheine zurückgekauft; die Investoren sollen dafür bis zu 511 Millionen Commerzbank-Aktien bekommen. Höchster Verlust bei Eurohypo Bei den Griechenland-Papieren waren allein im vierten Quartal noch einmal Korrekturen von 700 Millionen Euro fällig - insgesamt sind damit 74 Prozent abgeschrieben. Die Papiere liegen vor allem bei der Tochter Eurohypo. Diese verbuchte im Jahr 2011 Finanzkreisen zufolge den höchsten Verlust ihrer Geschichte. Commerzbank-Chef Martin Blessing sieht noch kein Licht am Ende des Tunnels: «Die mit der europäischen Staatsschuldenkrise einhergehende hohe Unsicherheit wird uns weiterhin vor Herausforderungen stellen», sagte er am Donnerstag. Für das erste Halbjahr 2012 rechnet die Bank mit einem Gewinn von 1,2 Milliarden Euro. «Im zweiten Halbjahr erwarten wir keine signifikanten Gewinne», sagte Finanzchef Eric Strutz.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch