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Eurowings-Streik – Flüge in die Schweiz fallen aus

Bei der Lufthansa-Billigtocher Eurowings wird nach gescheiterten Lohnverhandlungen gestreikt. 380 von über 500 Flügen wurden bereits abgesagt.

Bei der Lufthansa-Billigtochter Eurowings wird gestreikt: 380 der über 500 Flüge wurden bereits abgesagt.
Bei der Lufthansa-Billigtochter Eurowings wird gestreikt: 380 der über 500 Flüge wurden bereits abgesagt.
AFP
40'000 Passagiere sind von dem Streik betroffen.
40'000 Passagiere sind von dem Streik betroffen.
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Eurowings bietet den betroffenen Kunden kostenlose Umbuchungen und Stornierungen an.
Eurowings bietet den betroffenen Kunden kostenlose Umbuchungen und Stornierungen an.
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Der Streik beim Billigflieger hat einen grossen Teil des Flugbetriebs der Lufthansa-Tochter lahmgelegt. Nach Angaben der Airline werden nahezu alle innerdeutschen Flüge ausfallen. Auch im Europa-Verkehr kommt es zu zahlreichen Ausfällen.

Bestreikt werden die Flughafen in Düsseldorf, Hamburg, Köln, Dortmund, Hannover, Stuttgart und Berlin. Verschont bleiben einzig die Lufthansa-Drehkreuze Frankfurt und München.

Acht Flüge aus und nach Zürich fallen aus

Gemäss Eurowings-Webseite fallen acht Flüge aus und nach Zürich aus. Auch die Morgenverbindung von Düsseldorf nach Basel und die Nachmittagsverbindung Hamburg-Genf wurden abgesagt. Gemäss Schätzungen sind rund 40'000 Passagiere von dem Streik betroffen.

Geplant sind hingegen je ein Flug von Hamburg nach Zürich und retour am frühen Nachmittag und frühen Abend. Auch die Verbindungen Düsseldorf-Genf und Düsseldorf-Basel am frühen Abend sind noch unter den stattfindenden Flügen.

Eurowings bietet den betroffenen Kunden kostenlose Umbuchungen und Stornierungen an. Geplant ist auch, Flugzeuge anderer Gesellschaften anzumieten, um Fluggäste aus Urlaubsgebieten zurückholen zu lassen. Nicht bestreikt werden die Langstreckenflüge der Marke Eurowings.

Gescheiterte Lohnverhandlungen

Die Kabinengewerkschaft Ufo hat den Streik wegen gescheiterter Lohnverhandlungen ausgerufen. Zunächst war nur ein Streik beim Kabinenpersonal von Eurowings geplant gewesen. Am Mittwochabend hat Ufo den Arbeitsausstand noch auf die grössere Konzernschwester Germanwings ausgeweitet. Auch dort seien die offenen Tarifgespräche zur Teilzeitarbeit gescheitert.

In einem Schreiben auf der Ufo-Homepage bat die Gewerkschaft die betroffenen Passagiere um Verständnis. Man hätte gerne auf die Arbeitskampfmassnahmen verzichtet, weil man sich Passagieren und auch dem Arbeitgeber verbunden fühle. «Daher hat die Ufo als unsere Gewerkschaft seit Jahren mit dem Arbeitgeber verhandelt, bis wir uns nunmehr zu diesem Schritt entschliessen mussten.»

«Wir haben dieses Angebot nie erhalten»

Ufo-Vorstandsmitglied Nicoley Baublies verteidigte am Donnerstagmorgen im Morgenmagazin des ZDF den Streik. Sollte die Fluggesellschaft kein Entgegenkommen zeigen, könne es zu weiteren Streiks kommen. Zudem dementierte er, dass Eurowings einen Lohnzuwachs von 7 Prozent angeboten habe. Dies sei nur medial verbreitet worden. «Wir haben dieses Angebot nie erhalten», sagte Baublies.

Das Unternehmen vertritt die Auffassung, dass es Mitte Oktober ein verbessertes Angebot vorgelegt habe. Bei einer Laufzeit von 39 Monaten seien durchschnittlich 7 Prozent mehr Lohn sowie der Aufbau einer Unterstützungskasse angeboten worden.

Die Lufthansa-Teilgesellschaften Eurowings GmbH und Germanwings betreiben zusammen 81 der insgesamt 92 Flugzeuge, die unter dem Markennamen Eurowings beworben werden.

(SDA)

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