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EZB-Direktoriumsmitglied Bini Smaghi will nicht zurücktreten

Mailand Lorenzo Bini Smaghi, Mitglied im Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB), wehrt sich gegen seinen von der italienischen Regierung gewünschten Rücktritt.

Die EZB sei laut Vertrag von Maastricht unabhängig - sowohl funktionell, institutionell, finanziell als auch personell, sagte Bini Smaghi. Mitglieder der Organe der EZB seien daher während ihrer Amtszeit von acht Jahren vor «willkürlichen Abberufungen» geschützt, sagte er der italienischen Zeitung «Corriere della Sera» vom Freitag. Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi hatte Bini Smaghi am Donnerstag zum Rücktritt aufgefordert. Er soll im EZB-Direktorium Platz machen für einen Franzosen, wenn der italienische Zentralbankchef Mario Draghi neuer EZB-Chef wird. Bini Smaghi hatte nach seinem Treffen mit Berlusconi am Donnerstag nichts gesagt. Am Abend, während eines Vortrags im Vatikan, verglich er sich selbst aber mit dem Heiligen Thomas Morus, der das öffentliche Interesse über die Wünsche des englischen Königs Heinrich VIII. gestellt und dafür eingekerkert und enthauptet worden war.

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