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Facebook teilte Nutzerdaten mit chinesischen Firmen

Auch Daten von «Freunden» sind betroffen. US-Geheimdienste fürchten sich vor Spionage und Cyber-Angriffe durch chinesische Tech-Firmen.

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Die Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica hat angekündigt, alle Tätigkeiten einzustellen.
Die Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica hat angekündigt, alle Tätigkeiten einzustellen.
Daniel Leal-Olivas, AFP
Mark Zuckerberg am Tag vor seiner Anhörung in Washington. (9. April 2018)
Mark Zuckerberg am Tag vor seiner Anhörung in Washington. (9. April 2018)
Alex Wong/Getty Images, Keystone
«Ich denke, die Leute sollten uns daran messen, dass wir aus unseren Fehlern lernen»: Mark Zuckerberg. (Archivbild)
«Ich denke, die Leute sollten uns daran messen, dass wir aus unseren Fehlern lernen»: Mark Zuckerberg. (Archivbild)
Steven Senne, Keystone
Hat sich entschuldigt und Reformen angekündigt: Facebook-Chef Mark Zuckerberg. (Archivbild)
Hat sich entschuldigt und Reformen angekündigt: Facebook-Chef Mark Zuckerberg. (Archivbild)
Jeff Roberson, Keystone
Massnahme nach dem Datenskandal: Facebook kündigte an, den Nutzern eine bessere Kontrolle über ihre Daten zu gewähren.
Massnahme nach dem Datenskandal: Facebook kündigte an, den Nutzern eine bessere Kontrolle über ihre Daten zu gewähren.
Jeff Chiu/AP, Keystone
Der für Cambrige Analytica tätige Datenexperte Christopher Wylie bei der Anhörung im britischen Parlament. (27. März 2018)
Der für Cambrige Analytica tätige Datenexperte Christopher Wylie bei der Anhörung im britischen Parlament. (27. März 2018)
AFP
Deutschland sieht eine «Gefahr für die Demokratie»: Facebook durch eine Brille gesehen. (Archivbild)
Deutschland sieht eine «Gefahr für die Demokratie»: Facebook durch eine Brille gesehen. (Archivbild)
Jens Büttner, Keystone
«Die Frage, was mit den Daten von 30 Millionen deutschen Nutzerinnen und Nutzern passiert, ist eine zentrale Frage des Verbraucherschutzes»: Die deutsche Justiz- und Konsumentenschutzministerin Katarina Barley. (20. März 2018)
«Die Frage, was mit den Daten von 30 Millionen deutschen Nutzerinnen und Nutzern passiert, ist eine zentrale Frage des Verbraucherschutzes»: Die deutsche Justiz- und Konsumentenschutzministerin Katarina Barley. (20. März 2018)
Felipe Trueba, Keystone
Ruft seine Follower zum Löschen von Facebook auf: Brian Acton, Mitgründer von Whatsapp, an einer Konferenz in Laguna Beach, Kalifornien. (25. Oktober 2016)
Ruft seine Follower zum Löschen von Facebook auf: Brian Acton, Mitgründer von Whatsapp, an einer Konferenz in Laguna Beach, Kalifornien. (25. Oktober 2016)
Patrick T. Fallon/Bloomberg/Getty
Der Druck auf ihn wächst: Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat sich noch nicht persönlich zum aktuellen Skandal geäussert. (Archivbild)
Der Druck auf ihn wächst: Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat sich noch nicht persönlich zum aktuellen Skandal geäussert. (Archivbild)
Alberto Estevez, Keystone
Die Datenanalysefirma Cambridge Analytica, die sich mutmasslich Daten von 50 Millionen Facebook-Nutzern verschafft hat, beurlaubt ihren CEO, Alexander Nix. (20. März 2018)
Die Datenanalysefirma Cambridge Analytica, die sich mutmasslich Daten von 50 Millionen Facebook-Nutzern verschafft hat, beurlaubt ihren CEO, Alexander Nix. (20. März 2018)
Dominic Lipinski, Keystone
Fiel auf eine List des britischen Senders Channel 4 herein: Cambridge-Analytica-Chef Alexander Nix verlässt sein Büro in London. (20. März 2018)
Fiel auf eine List des britischen Senders Channel 4 herein: Cambridge-Analytica-Chef Alexander Nix verlässt sein Büro in London. (20. März 2018)
Facundo Arrizabalaga, Keystone
Die US-Konsumentenschutzbehörde FTC untersucht einem Bericht der «Washington Post» zufolge auch Facebook. (Archivbild)
Die US-Konsumentenschutzbehörde FTC untersucht einem Bericht der «Washington Post» zufolge auch Facebook. (Archivbild)
Marcio Jose Sanchez, Keystone
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Facebook gewährt mehreren chinesischen Technologiekonzernen Zugang zu einem Teil seiner Nutzerdaten. Der US-Internet-Konzern, der das weltgrösste soziale Netzwerk betreibt, bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Bericht der «New York Times».

Unter weltweit rund 60 Firmen, die auf vertraglicher Basis Zugang zu bestimmten Facebook-Nutzerdaten hätten, seien die chinesischen Handyhersteller Huawei, OPPO und TCL sowie der Computer-Hersteller Lenovo.

Besonders beim weltweit drittgrössten Handybauer Huawei haben US-Behörden massive Sicherheitsbedenken. Der Geheimdienstausschuss des US-Repräsentantenhauses habe erstmals 2012 seine Besorgnis über Huawei geäussert, erklärte der stellvertretende Ausschussvorsitzende, Senator Mark Warner. US-Geheimdienste befürchten, dass über chinesische Tech-Firmen Spionage und Cyber-Angriffe möglich sein könnten.

Mehrere «Datenpartnerschaften» beendet

Facebook erklärte, mehr als die Hälfte der umstrittenen Datenpartnerschaften seien bereits beendet, die mit Huawei werde noch diese Woche folgen. Die Kooperationen hätten den Zweck gehabt, Facebook-Nutzern auf mobilen Endgeräten ihre Konto-Einstellungen zugänglich zu machen.

Die «New York Times» hatte berichtet, auch Daten von Freunden der Facebook-Nutzer könnten ohne deren ausdrückliche Zustimmung zugänglich gemacht worden sei. Facebook bestritt das am Dienstag.

Zuckerberg räumte Fehler ein

Das US-Unternehmen und sein Gründer Mark Zuckerberg stehen bereits im Zentrum eines spektakulären Datenskandals: Die Analysefirma Cambridge Analytica soll die Informationen von 87 Millionen Facebook-Mitgliedern missbraucht haben, um US-Präsident Donald Trump im Wahlkampf zu unterstützen. Von der unrechtmässigen Nutzung waren auch bis zu 2,7 Millionen Anwender in der Europäischen Union betroffen. Insgesamt nutzen in Europa 377 Millionen Menschen monatlich das Netzwerk, also mehr als jeder zweite Einwohner.

Nach zwei Anhörungen im US-Kongress hat sich Zuckerberg auch im Europäischen Parlament schuldbewusst gezeigt: Facebook habe nicht genug getan – bei Falschnachrichten, der ausländischen Einmischung in Wahlen oder dem Missbrauch von Nutzerinformationen durch Entwickler. «Das war ein Fehler und es tut mir leid», sagte er.

(SDA)

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