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Frankreich will mehr Steuern von Superreichen

Paris Die Regierung in Paris will auf ihrem Sparkurs mehr Steuergelder bei besonders wohlhabenden Franzosen eintreiben.

Im Blick habe die Regierung Jahreseinkommen von mehr als einer Million Euro, sagte Haushaltsministerin Valerie Pecresse am Donnerstag im Rundfunksender BFM. Offen sei, ob die Steuer direkt den Arbeitnehmern auferlegt oder bei ihren Arbeitgebern erhoben werden solle. «Noch ist nichts definitiv», sagte Pecresse. Die Regierung von Präsident Nicolas Sarkozy will in der kommenden Woche ein Massnahmenpaket zur Haushaltskonsolidierung vorlegen. Angesichts des schwachen Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal steigt der Druck auf Frankreich, die Finanzen in Ordnung zu bringen. Nachdem die USA ihre Top-Bonitätsnote verloren hatten, kamen Spekulationen auf, auch andere Länder könnten ihr «AAA»-Rating verlieren. Frankreich hat die meisten Schulden und das höchste Defizit aller sechs Euro-Zonen-Länder mit dem höchsten Rating. Aus der Reihe reicher Franzosen selbst kam unlängst ein eigener Vorstoss für die Sanierung der Staatshaushalts. Der Chef der Werbefirma Publicis , Maurice Levy, schrieb am Dienstag in der Zeitung «Le Monde», er befürworte einen einmaligen Beitrag der Wohlhabenden zur Aufbesserung der französischen Finanzen. Damit stiess er in dasselbe Horn wie zuvor schon US-Starinvestor Warren Buffett. Der 80-Jährige - eine der reichsten Personen weltweit - forderte in der «New York Times» höhere Steuern für sich selbst und seinesgleichen.

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