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Freitag, 26. November 2010

KARTEN IM MOBILFUNK WERDEN NEU GEMISCHT: Die Eidg.

Kommunikationskommission (Comcom) will vor den Sommerferien alle Mobilfunkfrequenzen versteigern. Damit gibt der Regulator den Startschuss für den grössten Ausbau des Mobilfunknetzes seit vielen Jahren. Die heutigen Mobilfunkkonzessionen laufen Ende 2013 und 2016 aus. Zudem kommen neue hinzu durch die Abschaltung des analogen Fernsehens. Mit der Versteigerung des ganzen Spektrums auf einmal könnten die Telekomanbieter eine Gesamtplanung mit allen Technologien machen, die zur Verfügung stünden, sagte Comcom- Präsident Marc Furrer. An der Vergabe der Frequenzen im Rahmen einer Auktion können die heutigen Netzbetreiber Orange, Sunrise, Swisscom sowie die kleine In&Phone als auch alle weiteren interessierten Firmen könnten zu gleichen Bedingungen teilnehmen. Im Gegensatz zu früher ist die Zahl der Konzessionen und die Frequenzausstattung grundsätzlich offen. LANGSAMERES WACHSTUM IM HYPOGESCHÄFT: Die Credit Suisse wächst im Hypothekargeschäft etwas langsamer als der Markt. Von 2001 bis 2007 war das Hypothekarvolumen der Schweizer Privathaushalte bei der Credit Suisse jährlich um 8,4 Prozent gewachsen, der Gesamtmarkt weitete sich um 5,3 Prozent aus. Mit Fokus auf Tragbarkeit und Refinanzierung verlangsamte die CS in den letzten drei Jahren auf 3,9 Prozent, während der Markt mit 4,2 Prozent pro Jahr etwas schneller wuchs. Die Gefahr für eine Immobilienblase beurteilt die CS als eher klein. Zwar gebe es eine übermässige Liquidität am Markt und Margendruck. Die Bautätigkeit überschiesse aber nicht und es bestehe kein Angebotsüberhang. Zudem sei die Entkoppelung der Immobilienpreise von der Einkommensentwicklung zu wenig ausgeprägt, als dass man von einer Blase sprechen müsse. ABGABE FÜR DEUTSCHE BANKEN: In Deutschland müssen Banken für künftige Krisen auch selbst vorsorgen. Der Bundesrat (die Länderkammer) beschloss am Freitag ein Gesetz, wonach Geldinstitute jährlich einen Teil ihres Gewinnes in einen Fonds einzahlen müssen. Der Fonds könnte sie im Krisenfall vor dem Kollaps bewahren. Die Initiative einiger Bundesländer, von dieser Bankenabgabe die Sparkassen und Genossenschaftsbanken auszunehmen, scheiterte. Der Bundestag hatte die Pläne bereits Ende Oktober gebilligt. Der Beitrag wird maximal 15 Prozent des Gewinns betragen. Die Bundesregierung erwartet, dass die Kreditinstitute in guten Jahren etwa knapp 1,5 Milliarden Euro in den Topf überweisen müssen. BRITISCHER KONZERN NEU IN DER SCHWEIZ: Der britische Petrochemiekonzern Ineos hat seinen neuen Hauptsitz in Rolle im Waadtland eingeweiht. Bis in zwei Jahren sollen rund 50 leitende Angestellte des milliardenschweren Unternehmens in der Schweiz arbeiten, wie Ineos mitteilte. Ineos beschäftigt in dreizehn Ländern rund 15'000 Personen. Ineos ist der viertgrösste Produzent im Petrochemie-Sektor und erwirtschaftete 2009 einen Umsatz von über 28 Milliarden Dollar. Durch den Umzug in die Schweiz spart Ineos nach eigenen Angaben rund 450 Millionen Euro Steuern bis 2014. PILOTEN DEMONSTRIEREN: Der Pilotenverband Aeropers hat in Kloten ZH eine Petition an das Management der Swiss übergeben. Die Piloten wollen damit während der laufenden Verhandlungen für einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) ein Zeichen der Einheit setzen. 668 Piloten wollen laut Aeropers mit der Petition ihre Forderung nach einem guten GAV unterstreichen. Aeropers drängt vor allem auf genügend Erholungszeit. Swiss räumte auf Anfrage ein, dass wegen des Unternehmenswachstum die Arbeitsbelastung in den letzten Jahren hoch gewesen sei. Die Fluggesellschaft zeigte sich aber zuversichtlich, dass es zu einer guten Lösung kommt. IRISCHE BANKEN UNTER DRUCK: Die Ratingagentur Standard & Poor's hat am Freitag drei irische Institute auf die Junk-Bond-Stufe B herabgestuft. Die Anglo Irish Bank wurde auf die Stufe B abgewertet. Die Bank of Ireland und die Allied Irish Bank haben neu die BBB beziehungsweise BBB. Standard & Poor's erklärte, vor allem die von der Anglo Irish Bank herausgegebenen Anleihen seien in Gefahr, im Zuge der irischen Beteiligung am Rettungsschirm von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) abgewertet zu werden. KONJUNKTURBAROMETER GEFALLEN: Die Schweizer Wirtschaft verliert an Fahrt. Das Konjunkturbarometer der ETH-Forschungsstelle KOF ist im November auf 2,12 Punkte gefallen. Im Oktober zeigte das Barometer noch auf 2,16 Punkte. Damit setzt sich die schwache Abwärtsbewegung der letzten Monate fort. Das Barometer stehe allerdings nach wie vor auf hohem Niveau, schrieb die KOF am Freitag. Das Wachstum dürfte sich daher in den nächsten Monaten leicht verlangsamt fortsetzen. Noch immer geht KOF von einem positiven Wachstum des Schweizer Bruttoinlandproduktes (BIP) aus. INFLATION AUF ZWEIJAHRESHOCH: Der Preisanstieg bei Lebensmitteln und Energie hat die Inflationsrate in Deutschland auf ein Zweijahreshoch getrieben. Die Teuerung verglichen mit dem Vorjahr erreichte 1,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Zuletzt war die Inflation vor zwei Jahren höher: Damals lag sie bei 2,5 Prozent. Experten hatten nicht mit einem derart kräftigen Anstieg der Teuerungsrate gerechnet. Sie gehen davon aus, dass der Preisdruck in den nächsten Monaten weiter zunehmen dürfte. TOYOTAS MOTOR STOTTERT: Der weltgrösste Autobauer Toyota kämpft weiter mit Problemen. Wie das Unternehmen am Freitag bekanntgab, sank die globale Fertigung der Marke Toyota im Oktober im Vergleich zum Vorjahresmonat um 13,6 Prozent auf 613'169 Autos. Bezogen auf den Gesamtkonzern, zu dem auch die Marken Daihatsu und Hino gehören, verringerte sich die Produktion um 12,5 Prozent auf 687'660 Fahrzeuge. Die Exporte der Kernmarke lagen um 8 Prozent, die des Konzerns um 8,5 Prozent unter den Vorjahresergebnissen. Der Konzern sieht sich ein Jahr nach Beginn seiner riesigen Rückrufwelle in den USA weiter geschwächt. SULZER RÜCKT NACH CHINA UND RUSSLAND VOR: Mit der Eröffnung neuer Fabriken hat Sulzer weitere Schritte bei der Expansion in China und Russland gemacht. Die Industriegruppe hat im chinesischen Suzhou 30 Millionen Fr. in eine neue Pumpenfabrik investiert. Das neue Werk sei vor allem auf die Öl- und Gaserzeugnisse ausgerichtet, teilte Sulzer mit. Sulzer beschäftigt in der Fabrik laut eigenen Angaben rund 110 Mitarbeiter. Im russischen Serpukhov hat Sulzer ihren Engineering- und Produktionsstandort der auf Trennkolonnen spezialisierten Unternehmenseinheit Chemtech weiter ausgebaut. KRISE TRÜBT GESCHÄFT AUTOMATEN: Die Krise setzt auch den Herstellern von Spielautomaten zu. Im ersten Halbjahr ging der Nettogewinn beim australischen Konzern Aristocrat Leisure um 17 Prozent auf 36,6 Millionen australische Dollar (35,5 Millionen Fr.) zurück. Nach dem Gewinnrückgang verabschiedete sich das Unternehmen von seinen Zielen für das Gesamtjahr 2010. Die Rezession habe die Kasino- Kundschaft ferngehalten, teilte der weltweit Branchenzweite mit. Vor allem in den USA, Australien und Japan seien die Betreiber von Spielbanken extrem zurückhaltend, neue Geräte anzuschaffen.

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