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China-Sorgen verstimmen Schweizer Anleger

Die Turbulenzen an der chinesichen Börse verunsichern die Anleger in der Schweiz. Die Aktienkurse sanken deutlich.

China drückt die Stimmung auf dem Schweizer Aktienmarkt: Logo der Schweizer Börse in Zürich. (Archivbild / 15.9.2008)
China drückt die Stimmung auf dem Schweizer Aktienmarkt: Logo der Schweizer Börse in Zürich. (Archivbild / 15.9.2008)
Steffen Schmidt, Keystone

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch deutliche Kursverluste erlitten. Die Anleger zeigten sich verunsichert über die heftigen Turbulenzen am chinesischen Aktienmarkt. Zudem heizte der andauernde Verfall vieler Rohstoffpreise bei den Anlegern die Sorgen um eine Abschwächung der Weltwirtschaft an, wie es im Handel hiess. Nach einer bereits schwachen Eröffnung wurden die Indizes am späteren Nachmittag noch von schwachen US-Märkten weiter nach unten gezogen und schlossen nahe am Tagestief.

Ins Blickfeld rückte zudem das Protokoll der jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank Fed, dessen Veröffentlichung am Mittwochabend nach dem europäischen Börsenschluss angekündigt war. Die Investoren erhofften sich dabei weitere Hinweise auf den Zeitpunkt der anstehenden Leitzinserhöhung in den USA, die von einem Teil der Investoren bereits im September erwartet wird. Am Schweizer Markt standen zudem die Swisscom-Titel nach der Vorlage von Halbjahreszahlen im Fokus.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss 1,41 Prozent tiefer bei 9251,60 Punkten nur knapp über dem Tagestief von 9247 Punkten. Der breite Swiss Performance Index (SPI) verlor um 1,35 Prozent auf 9391,63 Zähler. Alle 30 Blue Chip-Titel schlossen im Minus.

Zyklische Werte unter Druck

Besonders unter Druck standen zahlreiche zyklische Titel, darunter Transocean (-3,9 Prozent), Clariant (-3,2 Prozent), LafargeHolcim (-2,8 Prozent) oder Sika (-2,3 Prozent). Auch die Uhrenwerte Swatch (-2,1 Prozent) und Richemont (-1,6 Prozent) gehörten zu den deutlichen Verlierern. China ist für die beiden Luxusgüterhersteller ein wichtiger Absatzmarkt.

Swisscom (-2,5 Prozent) mussten nach dem Zahlenrapport ebenfalls starke Abgaben hinnehmen. Der Telekomkonzern hatte im ersten Halbjahr 2015 etwas mehr Umsatz, aber etwas weniger Gewinn erzielt – und damit die Prognosen der Analysten in etwa erfüllt. Eine leichte Anhebung des Gesamtjahresausblicks als Folge des tendenziell schwächer tendierenden Frankens war erwartet worden, einige Marktteilnehmer hätten sich hier aber etwas mehr erwartet, hiess es am Markt.

Finanztitel im Minus

Klare Abgaben erlitten zudem Finanzwerte wie die Grossbankentitel UBS (-1,8 Prozent) und CS (-1,4 Prozent) oder die Versicherungsaktien Swiss Re (-1,1 Prozent) und Zurich (-1,5 Prozent). Ebenfalls schwächer schlossen Syngenta (-1,6 Prozent).

Auch die defensiven Schwergewichte entzogen sich der negativen Marktstimmung nicht. Während Nestlé (-0,7 Prozent) noch zu den festeren Bluechips gehörte gaben auch die Pharmatitel Novartis (-1,5 Prozent) und Roche (-1,3 Prozent) deutlich nach.

Am breiten Markt hatten die Investoren erneut eine Vielzahl von Halbjahresberichten zu bewältigen: So konnten Siegfried ( 3,4 Prozent) nach positiven Halbjahreszahlen gegen den Markttrend zulegen. Gut aufgenommen wurden auch die Zahlenvorlagen von Ascom (Aktien 2,1 Prozent) und der Cembra Money Bank ( 0,8 Prozent). Dagegen schlossen Hügli (-0,1 Prozent) nach Halbjahreszahlen leicht im Minus und auch Hochdorf (-0,6 Prozent) beendeten den Handelstag tiefer.

SDA/ij

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