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Das Volatilitäts-Drama

Auf den Aktienmärkten wechseln sich in kurzen Abständen deutliche Ausschläge nach oben mit dramatischen Abstürzen ab. Nichts spricht dafür, dass sich das bald ändern wird.

Volatilität dürfte der wohl am meisten verwendete Begriff sein, der an den Finanzmärkten verwendet wird. Gemeint sind damit Kursausschläge nach unten und nach oben. Besonders dramatisch zeigen sie sich an den Aktienmärkten. Der Begriff steht für das gegenwärtige Leiden sowohl von professionellen wie privaten Anlegern. Denn die Volatilität ist seit längerem aussergewöhnlich hoch und nichts deutet darauf hin, dass das bald vorüber ist.

Was Volatilität bedeuten kann, hat sich besonders eindrücklich Ende Oktober gezeigt, als die Eurostaaten wieder einmal die grosse Lösung für die Eurokrise verkünden wollten. Der Schweizer Börsenindex SMI legte damals innert 24 Stunden – vom 26. auf den 27. Oktober – um 3 Prozent zu. Schon wenige Tage später stürzte der Index aber innert Tagesfrist wieder um 4,5 Prozent ab – vom 31.Oktober auf den 1.November. Weit dramatischer nimmt sich der Ausschlag aus, wenn man nicht ganze Börsen, sondern die Aktien der Banken ins Auge fasst. Zwischen dem 26. und dem 27. Oktober legte etwa die UBS um rund 10 Prozent zu, die Credit Suisse sogar um mehr als 12 Prozent, während die beiden Grossbanken beim Monatswechsel wieder um 11 Prozent (Credit Suisse) und 9,95 Prozent (UBS) abgestürzt sind. Bei Banken in der Eurozone haben sich noch viel drastischere Stimmungsschwünge gezeigt.

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