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Griechenland-Drama belastet New Yorker Börsen

Das Hin und Her im griechischen Schuldenstreit hat am Freitag auch die Anleger an der Wall Street verunsichert.

Auf und Ab: Die finanziell bedrohliche Lage Griechenlands sorgt auch an der New Yorker Börse für Spannungen. (Archiv)
Auf und Ab: Die finanziell bedrohliche Lage Griechenlands sorgt auch an der New Yorker Börse für Spannungen. (Archiv)
Mark Lennihan, Keystone

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte die Verhandlungen mit Griechenland über weitere Finanzhilfen am Donnerstagabend überraschend abgebrochen und dies mit «grossen Differenzen» begründet. Und die Euro-Staaten diskutierten Insidern zufolge erstmals auch in formeller Runde über die Auswirkungen einer möglichen Pleite Griechenlands.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,8 Prozent tiefer auf 17'898 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 fiel um 0,7 Prozent auf 2094 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 0,6 Prozent auf 5051 Punkte nach. Im Wochenvergleich ergibt sich für den Dow ein Plus von 0,3 Prozent, für den S&P ein Aufschlag von rund 0,1 Prozent und für die Nasdaq ein Minus von 0,3 Prozent.

Twitter als zentrales Thema

Auf Unternehmensseite im Blickpunkt stand Twitter. Die Anleger begrüssten den Rücktritt von Vorstandschef Dick Costolo. Ihm war es in seinen fast fünf Jahren an der Spitze des Kurnachrichtendienstes nicht gelungen, die Wachstumsraten von Konkurrenten wie Facebook, Instagram und Snapchat zu erreichen. Die Twitter-Aktie legte gegen den allgemeinen Markttrend 0,2 Prozent zu.

Fusionsspekulationen trieben die Aktie der Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile US 2,3 Prozent in die Höhe. Die Hinweise auf einen Zusammenschluss mit dem US-Bezahlfernsehanbieter Dish verdichteten sich. Insidern zufolge führt Dish Gespräche mit Banken über Kredite von bis zu 15 Milliarden Dollar, um den Baranteil einer Offerte zu stemmen.

Konsumenten-Stimmung deutlich besser

Die Stimmung der US-Konsumenten besserte sich im Juni überraschend deutlich. Das Barometer für die Konsumlaune legte auf 94,6 Zähler von 90,7 Punkten im Mai zu. Experten hatten lediglich mit einem Anstieg auf 91,5 Zähler gerechnet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 660 Millionen Aktien den Besitzer. 1075 Werte legten zu, 1945 gaben nach und 159 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1.42 Milliarden Aktien 1146 im Plus, 1586 im Minus und 158 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten leicht zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 1/32 auf 97-24/32. Die Rendite sank auf 2,381 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 5/32 auf 98-4/32 und rentierte mit 3,097 Prozent. Die Bonds seien angesichts des Griechenland-Dramas weiter als sicherer Hafen gefragt gewesen, sagten Händler.

SDA/fal

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