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Geldpolitik Lob und Tadel für die Nationalbank

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) kritisiert, dass die Nationalbank nicht mehr gegen die Frankenstärke intervenieren wolle.

Ohne Gegenmassnahmen seien Löhne und Arbeitsplätze in Gefahr. Besorgniserregend sei insbesondere, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) keine Interventionen bei Deflationsgefahr mehr in Aussicht stelle. Der SGB schlägt in einem Communiqué vom Donnerstag vor, eine Untergrenze gegenüber dem Euro einzuführen und zu verteidigen. Im Zuge der Frankenstärke hatte die SNB vergangenes Frühjahr massiv Franken gegen Euro und Dollar verkauft, auf den Fremdwährungsbeständen aber derart hohe Kursverlust erlitten, dass sie einen Jahresverlust von 19,2 Milliarden Fr. ausweisen musste. Der Gewerkschaftsbund fordert nun auch Massnahmen zur Einschränkung des spekulativen Devisenhandels. Denn der starke Franken belaste die Schweizer Exportwirtschaft enorm. Als Folge versuchten bereits erste Firmen, die Löhne zu senken respektive die Arbeitszeiten zu erhöhen. Die Gewerkschaften leisteten zwar Widerstand. Doch wenn die Frankenstärke anhalte, drohe ein Dammbruch mit Lohndruck und Arbeitsplatzverlusten. Der Hauseigentümerverband (HEV) hingegen lobt den Entscheid der SNB, den Leitzins vorläufig auf Rekordtief bei 0,25 Prozent zu belassen. Dies sei positiv für die Eigentümer von Liegenschaften, wie auch für die Mieter von Wohnungen und Geschäftsräumen, da sie weiterhin von tiefen Hypothekarzinsen würden profitieren können. Der HEV rät aber den Banken und Kreditnehmern, bei Hypothekenkrediten die notwendige Sorgfalt bei der Tragbarkeitsberechnung walten zu lassen. Einige Ökonomen warnen für gewisse Gebiete bereits vor einer Hypothekarblase.

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