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Gläubiger des Hollywoodstudios MGM stimmen für Konkurs

Los Angeles Das legendäre Hollywoodstudio Metro- Goldwyn-Mayer bewegt sich in grossen Schritten auf ein Konkursverfahren zu.

Die Gläubiger stimmten Unternehmenskreisen zufolge am Freitag für eine Restrukturierung des James-Bond- Produzenten. Das Resultat dürfte ein wesentlich kleineres Unternehmen sein. Die Gläubiger durchkreuzten damit zugleich Pläne des Gross-Investors Carl Icahn, MGM mit Lions Gate Entertainment zu fusionieren. Icahn könne seine Pläne aber immer noch über das Konkursgericht durchsetzen, hiess es. Mit der Restrukturierung werde MGM seine Schulden drastisch reduzieren und sich damit in die Lage versetzen, seine unternehmerischen Strategien weiter zu verfolgen, teilte das Studio in einer knappen Erklärung mit. Dem Plan zufolge sollen die Gründer des Lions-Gate-Konkurrenten Spyglass Entertainment, Gary Barber und Roger Birnbaum, die Führung des verkleinerten Studios übernehmen. Icahn werde angeboten, mindestens ein Mitglied des Verwaltungsrats zu benennen. MGM ist hoch verschuldet, seit eine Gruppe von Finanzinvestoren das Studio 2005 für knapp drei Milliarden gekauft hat und ihm die Kosten der Übernahme - wie in der Branche üblich - aufgehalst haben. An dem Kauf waren auch Medienunternehmen wie Comcast und Sony Corp beteiligt. Icahn und Lions Gate ziehen bei der geplanten Übernahme von MGM zwar derzeit gemeinsam am Strick. Lions Gate wirft dem Milliardär aber vor, das Unternehmen über einen ersten feindlichen Fusionsversuch zu Anfang des Jahres systematisch getäuscht zu haben. Lions Gate hat deswegen am Freitag eine Klage gegen Icahn eingereicht. Der Investor hält Anteile sowohl an Lions Gate als auch an MGM.

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