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Griechenland-Debakel verdirbt Asien-Anlegern den Appetit

Bern Die Griechenland-Krise hat zum Wochenausklang den Anlegern in Asien die Laune verdorben.

Anhaltende Sorgen über den Schuldenberg in Athen überlagerten am Freitag positive Impulse der Wall Street. Berichte über in Japan geplante Steuererhöhungen drückten ebenfalls auf die Kauflaune. Eine Zeitung berichtete, die Regierung wolle Einkommens- und Unternehmenssteuern erhöhen, um den Wiederaufbau nach dem verheerenden Erdbeben im März zu finanzieren. Gebremst wurde der Abwärtstrend von Investoren, die die Gunst der Stunde nutzen und sich mit niedrig bewerteten Aktien eindeckten. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,7 Prozent im Minus bei 9351 Zählern, so niedrig wie seit drei Monaten nicht mehr. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,9 Prozent auf 805 Punkte. Auch die Börsen in Singapur, Taiwan, Korea und Hongkong mussten Federn lassen. Der Aktienmarkt in Shanghai trat auf der Stelle. Insgesamt belastete aber der in Griechenland drohende Staatsbankrott den Handel in Asien. Die chinesische Regierung erklärte, die Lösung der Euro-Schuldenkrise stehe in ihrem eigenen, zentralen Interesse. Das Thema dürfte auch die Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem französischen Staatspräsident Nicolas Sarkozy dominieren. In Japan gerieten vor allem Standardwerte wie Canon unter Druck. Der Kamerahersteller verbilligte sich um 1,3 Prozent. Auch die Papiere des grössten japanischen Wohnungsbauunternehmens Sekisui House zogen die Indizes mit einem Minus von 5,7 Prozent nach unten. Das Unternehmen verschreckte die Investoren damit, dass es Geld für seine Expansion in China und den Schuldenabbau aufnehmen musste. Der japanische Autohersteller Mazda konnte dem Trend mit einem Plus von 1,6 Prozent trotzen. Das Unternehmen profitierte von Berichten über eine neue Fabrik in Mexiko. Nach Börsenschluss kündigte Mazda den Bau der neuen Anlage an, die 2013 in Betrieb gehen soll.

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