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Grossbritannien will von Banken mehr Steuern eintreiben

London Die britische Regierung will bis November alle Banken zur Unterzeichung eines Steuerkodexes bewegen, um das Budget aufzubessern.

Nur vier der 15 grössten Banken Grossbritanniens hätten sich bislang zu den Verhaltensregeln bekannt. Dies sagte Finanzminister George Osborne am Sonntag im BBC- Fernsehen. Die Vorgängerregierung hatte den Kodex im vergangenen Jahr veröffentlicht. Damit wollte sie es Banken erschweren, Steuerzahlungen zu umgehen. Medienberichten zufolge hatten die Geldhäuser mit durchaus legalen Methoden Steuern in der Höhe von hunderten Millionen Pfund umgangen. Osborne forderte die Banken nun auf, angesichts der Einschnitte im Öffentlichen Dienst und bei den Sozialausgaben ihren Teil zur Verbesserung der Budgetlage beizutragen. «Ich kann die Wut der Leute in dieser Hinsicht gut verstehen. Wir haben eine Bankenabgabe eingeführt und ich werde kommende Woche die entsprechenden Gesetzgebung vorlegen», sagte er. Dem britischen Staat gehören grosse Anteile an Lloyds und der Royal Bank of Scotland (RBS), die gemeinsam mit Barclays und HSBC die Bankenbranche des Landes dominieren. Zum Höhepunkt der Finanzkrise 2008 hatte die britische Notenbank heimische Banken mit Krediten im Umfang von knapp 200 Milliarden Pfund (306 Mrd. Franken) vor dem Zusammenbruch bewahrt.

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