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Grosssägerei in Domat/Ems: Egger-Gruppe wirbt für ihr Angebot

Die Tiroler Egger-Gruppe, welche die konkursite Grosssägerei in Domat/Ems übernehmen will, wirbt auch ausserhalb Graubündens für ihr Vorhaben.

Gewinnt die Egger-Gruppe viele Waldbesitzer als Partner, kann sie ihr Angebot für die Sägerei erhöhen. Die Resonanz sei in Graubünden sehr gut gewesen, sagte Walter Schiegl, Mitglied der Egger-Gruppenleitung, am Mittwoch vor den Medien in Bern. Das österreichische Unternehmen mit europaweit rund 6000 Angestellten möchte die bankrotte Sägerei in Domat/Ems am gleichen Standort weiterführen. Hierzu bietet Egger den Schweizer Waldbesitzern ein Partnerschaftsmodell an, das Absatzsicherheit bieten soll. Die Rundholz-Lieferanten hätten dadurch eine virtuelle Beteiligung am zukünftigen Unternehmen, erklärte Schiegl. Gemäss dem Modell ist für Waldeigentümer und Holzvermarkter der Absatz über zehn Jahre garantiert. Die kurzfristigen grossen Preisschwankungen werden abgefangen und dem durchschnittlichen Marktpreis halbjährlich angepasst. Egger will 150'000 Kubikmeter Rundholz aus Graubünden beziehen und die gleiche Menge aus anderen Kantonen der deutschsprachigen Schweiz. Bereits Mitte Mai wurde das Preismodell in Graubünden vorgestellt. Nun haben die Egger-Verantwortlichen die Waldbesitzer in St.Gallen, Bern und Zürich über ihr Angebot informiert und ihnen entsprechende Vertragsofferten unterbreitet. Das österreichische Unternehmen lotet auf diese Weise die Zustimmung der Waldbesitzer aus. Wenn die nötige Menge an Verträgen zusammenkomme, könne das Unternehmen das Übernahmeangebot erhöhen, sagte Schiegl dazu. Frist für Angebote Bis zum 20. Juni können Angebote für die Sägerei bei der Konkursverwaltung abgegeben werden. Neben der Egger-Gruppe interessiert sich das Unternehmen des Wiener Holzindustriellen Gerald Schweighofer für die schweizweit grösste Sägerei Schweighofer will die Anlage in Domat/Ems demontieren und in Osteuropa wiederaufbauen. Den Zuschlag wird das Unternehmen mit dem höchsten Angebot erhalten. Die bisherigen österreichischen Besitzer Mayr-Melnhof liessen die Grosssägerei Mitte Dezember letzten Jahres in den Konkurs gehen. Der Grund war, dass das Bündner Parlament zuvor einen Kantonsbeitrag von 6,75 Millionen Fr. an den Bau eines Pelletswerks für die teilweise Neuausrichtung des Betriebes verworfen hatte.

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