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Starker Pollenflug: Heuschnupfen-Medikamente gehen aus

In der Schweiz gibt es einen Engpass an Präparaten gegen Pollenallergie. Die Nachfrage ist doppelt so hoch wie sonst.

Der Pollenflug ist 2018 besonders hoch. Die enorme Nachfrage nach Heuschnupfen-Medikamenten hat zu Liefer-Engpässen geführt. Ein Pollensturm wirbelt bei Châtel-Saint-Denis FR durch die Luft.
Der Pollenflug ist 2018 besonders hoch. Die enorme Nachfrage nach Heuschnupfen-Medikamenten hat zu Liefer-Engpässen geführt. Ein Pollensturm wirbelt bei Châtel-Saint-Denis FR durch die Luft.
Fabrice Coffrini, Keystone
Ein Magnolienbaum steht in voller Blüte. (21. April 2018)
Ein Magnolienbaum steht in voller Blüte. (21. April 2018)
Peter Schneider, Keystone
...und hier bei Hünenberg ZG.
...und hier bei Hünenberg ZG.
20 Minuten, Leserreporter
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Allergiker leiden dieses Jahr unter besonders starkem Pollenflug. Viele können ihr bevorzugtes Heuschnupfenmedikament in der Apotheke nicht beziehen. Der Grund ist ein Engpass aufgrund der enormen Nachfrage, wie das Konsumentenmagazin «Espresso» von Radio SRF 1 berichtet.

Betroffen ist vor allem «Telfastin Allergo» von Sanofi. «Es gab einen Engpass bis Ende letzter Woche», bestätigt der Konzern gegenüber «Espresso». Seit dieser Woche sei dieser jedoch behoben.

Beim Generikum «Fexofenadin Zentiva», das eine Tochterfirma von Sanofi herstellt, sei der Engpass dagegen noch nicht behoben. Das gleichnamige Generikum des Pharmakonzerns Sandoz, «Fexofenadin Sandoz», sowie «Fexo Pollen Sandoz» sind ebenfalls vom Engpass betroffen.

Die Nachfrage nach Heuschnupfenmedikamenten ist nach Angaben des Konzerns 2018 mehr als doppelt so hoch wie sonst. Aufgrund der international hohen Nachfrage sei es zu einem Lieferengpass gekommen, teilt Sandoz gegenüber «Espresso» mit. Man erwarte, den Schweizer Markt im Verlauf des Monats Juni wieder beliefern zu können.

Verärgerte Kunden

Die Pharmakonzerne konnten nicht rechtzeitig auf die hohe Pollenbelastung reagieren. Die Vorlaufzeit bei der Produktion beträgt laut Sanofi mindestens drei Monate.

Es sieht aus, als ob der Wald brennt: Leser-Reporter haben in mehreren Kantonen gefilmt, wie der Wind Unmengen von Pollen durch die Luft wirbelt. (Video: Tamedia/Leser-Reporter)

Nicht nur für die Heuschnupfengeplagten ist der Engpass unangenehm. Apotheken berichten von verärgerten Kunden. Ein wenig entschärft werde die Situation dadurch, dass man bei Allergiemedikamenten auf andere Präparate ausweichen könne.

Belastung durch Birkenpollen besonders stark

Nachdem bereits der April lokal der wärmste seit Messbeginn war, gab es laut Meteonews auch im Mai an einzelnen Stationen neue Temperaturrekorde. Im Flachland war es 2 bis 2,5 Grad wärmer als im langjährigen Mittel. Dazu kommt eine besonders hohe Konzentration von Birkenpollen.

Die Bir­ken­pol­len­sai­son star­tete laut dem «Allergiezentrum Schweiz» spä­ter als üblich. Die Eiweisse der Birkenpollen haben eine hohe allergene Wirkung.

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