Zum Hauptinhalt springen

Hildebrand verteidigt erneut Geldpolitik der SNB Keine Hinweise auf Zeitpunkt einer Zinserhöhung

Philipp Hildebrand hat vor den Aktionären der Schweizerischen Nationalbank (SNB) erneut die geldpolitischen Massnahmen im vergangenen Jahr verteidigt.

Der Präsident des SNB- Direktoriums musste unlängst harsche Kritik verschiedener Kreise einstecken. Nach der Aufzählung der volkswirtschaftlichen Veränderungen des vergangenen Jahres und der von der SNB getroffenen Massnahmen kam Hildebrand am Freitag gemäss vorab vorliegenden Redetext zum Schluss, dass die Preisstabilität gewährleistet habe werden können und die Schweizer Wirtschaft solide gewachsen sei. Hildebrand stellte klar, dass dies nicht bedeute, dass es nie ein Deflationsrisiko gegeben habe. Es bedeute nur, dass eine solche nicht eingetreten sei. Die SNB habe mit ihrer Politik, zu welcher auch die Devisenkäufe gehörten, zu diesem positiven Ausgang des letzten Jahrs beigetragen, sagte der SNB-Präsident. Franken dämpft Wachstum Im Ausblick auf den weiteren Verlauf des Jahrs 2011 sprach Hildebrand von «insgesamt ermutigenden» Aussichten für die Weltwirtschaft und einer Schweizer Wirtschaft, die sich trotz Frankenstärke kräftiger entwickle als erwartet. Er wies aber auch auf die wachstumsdämpfenden Effekte des starken Frankens, die gesunkenen Margen der Exporteure und die Gefahr von Produktionsverlagerungen ins Ausland hin. Diese Punkte mahnten zur Vorsicht, sagte Hildebrand. Ein Rückfall in eine neue Rezession sei aus heutiger Sicht aber dennoch wenig wahrscheinlich. Die expansive Geldpolitik würde zudem längerfristig ein Inflationsrisiko in sich bergen. Ausserdem, so Hildebrand, habe die SNB bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass auf dem Immobilienmarkt Ungleichgewichte mit schwerwiegenden Folgen entstehen könnten, wenn die Zinsen lange auf sehr tiefem Niveau verharren würden. Andere Angaben zur weiteren Zinspolitik machte er nicht.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch