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Hoffnung auf Konjunkturhilfen treibt Börsen in Asien an

Tokio Die Hoffnung auf neue Zentralbank-Hilfen zur Ankurbelung der Weltwirtschaft hat am Mittwoch die Börsen in Fernost angetrieben.

Im Blickpunkt stand vor allem die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) über ihr weiteres Vorgehen in der sich wieder zuspitzenden Schuldenkrise. EZB-Chef Mario Draghi sollte den Beschluss des EZB-Rats am frühen Nachmittag (14.30 Uhr, MESZ) erläutern. US-Notenbankchef Ben Bernanke wird sich am Donnerstag äussern. Für Kauflaune sorgten zudem überraschend robuste Zahlen vom US-Dienstleistungssektor sowie ein unerwartet deutliches Wachstum der australischen Wirtschaft zum Jahresanfang. «Australiens Bruttoinlandsprodukt hellt natürlich das makroökonomische Bild auf, aber der Fokus liegt ganz klar auf Europa», sagte ein Händler. Dabei richtete sich der Blick auf die sieben wichtigsten Industrienationen (G7), die am Dienstag in einer kurzfristig einberufenen Konferenz über Schritte zur Entschärfung der Schuldenkrise gerungen hatten, ohne allerdings Details bekanntzugeben. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index kletterte 1,8 Prozent auf 8533 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index legte 1,46 Prozent auf 718 Punkte zu. Zu Wochenbeginn war der Index noch im Zuge wachsender Konjunktursorgen auf den tiefsten Stand seit mehr als 28 Jahren gefallen. Auch die übrigen Börsen in Fernost setzten ihre Erholung mehrheitlich fort. Der MSCI-Index für Aktien der Asien-Pazifik- Region mit Ausnahme Japans lag 1,1 Prozent im Plus. Zuwächse von rund einem Prozent verbuchten die Märkte in Singapur, Taiwan und Hongkong. In Australien ging es nur leicht nach oben. Sinkende Industriewerte zogen dagegen den Markt in Shanghai ins Minus. Zu den grössten Gewinnern in Tokio gehörten Bankentitel wie Nomura Holdings, die rund 4,8 Prozent anzogen. Auch Olympus-Papiere lagen zeitweise mehr als drei Prozent im Plus und gingen dann 0,5 Prozent höher aus dem Handel. Die Agentur Kyodo hatte gemeldet, dass Panasonic mit bis zu 50 Milliarden Yen (rund 610 Millionen Fr.) bei dem von einem Bilanzskandal erschütterten Kamera- und Medizingerätehersteller einsteigen wird. Abschläge gab es dagegen bei Nintendo, weil sich Anleger enttäuscht über die neue Spielkonsole «Wii U» zeigten.

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