Zum Hauptinhalt springen

IAG will kriselnde Tochter Iberia gesundschrumpfen

London Nach massiven Verlusten steht der spanischen Fluggesellschaft Iberia eine Radikalkur bevor.

Der Mutterkonzern International Airlines Group (IAG), zu dem auch British Airways gehört, kündigte am Freitag eine umfassende Restrukturierung mit Stellenabbau und Streckenstreichungen an. «Die Probleme von Iberia reichen tief und sind strukturell bedingt», sagte IAG-Chef Willie Walsh vor Journalisten. Er verwies zudem auf das trübe wirtschaftliche Umfeld, das den Umbau noch dringlicher mache. «Der Plan soll bis Ende September stehen und wird jeden Aspekt des Iberia-Geschäfts umfassen», betonte Walsh. In einer acht Milliarden Dollar schweren Fusion war die spanische Airline vor zwei Jahren als Konsequenz aus der damaligen Branchenflaute mit British Airways unter ein gemeinsames Dach geschlüpft. Derzeit kämpft Iberia nicht nur gegen eine erneute weltweite Konjunkturabschwächung, sondern auch gegen die Rezession im schuldengeplagten Heimatland. Im ersten Halbjahr häufte die Gesellschaft einen operativen Verlust von 263 Millionen Euro an, wie aus den am Freitag publizierten Zahlen von IAG hervorgeht. Dadurch wurde auch die Gruppe mit 253 Millionen Euro tief in die roten Zahlen gezogen, nachdem sie vor Jahresfrist noch einen Gewinn von 88 Millionen Euro geschrieben hatte. Die Restrukturierung von Iberia wird teuer für den Mutterkonzern. IAG rechnet daher nicht mehr damit, in diesem Jahr die Gewinnschwelle zu erreichen, sondern mit einem geringen operativen Minus. Dazu tragen allerdings auch kurzfristige Belastungen durch die Übernahme der früheren Lufthansa-Tochter BMI bei.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch