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Indien senkt erstmals seit drei Jahren die Zinsen

New-Delhi Angesichts eingetrübter Wachstumsaussichten hat Indiens Notenbank erstmals seit drei Jahren die Zinsen gesenkt.

Der Schritt der Zentralbank (RBI) fiel am Dienstag mit einer Kappung um einen halben Prozentpunkt auf 8 Prozent stärker aus als von Experten erwartet. Notenbankchef Duvvuri Subbarao dämpfte aber Hoffnungen auf weitere Senkungen. Falls die Wirtschaft wie von der RBI erwartet um 7,3 Prozent wachsen und damit nur leicht unter ihren Möglichkeiten bleiben sollte, sei das Potenzial für niedrigere Zinsen begrenzt. Den Notenbankern das Loch in der Leistungsbilanz des Landes nicht geheuer: Der Fehlbetrag hat sich im Schlussquartal 2011 auf 4,3 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) ausgeweitet. Diese Entwicklung sei «nicht tragbar», zumal Schwellenländer dieses Jahr mit niedrigeren Kapitalzuflüssen rechnen müssten. Die Leistungsbilanz gilt als Gradmesser für die Stärke einer Volkswirtschaft. Indiens Wachstumsmotor läuft nicht mehr so hochtourig wie erhofft: Die Wirtschaftsleistung legte im Schlussquartal 2011 6,1 Prozent zu und damit schwächer als in den vergangenen drei Jahren. Dennoch hielt die Notenbank an der Zinsfront zunächst wegen der erhöhten Inflationsrate still. Im Kampf gegen den Preisdruck hatte die RBI den Leitzins von März 2010 bis Oktober 2011 insgesamt 13 Mal erhöht. Das für die Notenbank massgebliche Inflationsbarometer war im März zwar leicht auf 6,89 Prozent zurückgegangen, jedoch höher als von Experten erwartet ausgefallen.

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