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Indischer Korruptionsskandal weitet sich aus

Neu-Delhi Der Korruptionsskandal in der indischen Bankenbranche weitet sich aus: Mittlerweile nimmt die Ermittlungsbehörde CBI 21 Firmen unter die Lupe.

Sie wurden aufgefordert, mögliche Verbindungen zu dem Skandal offenzulegen, wie ein Vertreter der Behörde am Freitag sagte. Im Kern der Affäre geht es um die private Finanzierungsgesellschaft Money Matters, die Banken für die Vergabe von Firmenkrediten bestochen haben soll. Medienberichten zufolge untersuchen CBI und Börsenaufsicht Sebi auch, ob die gewährten Gelder nicht in die vorgesehenen Projekte gesteckt, sondern am Aktienmarkt investiert wurden. Der «Economic Times» zufolge stehen mindestens neun Firmen unter dem Verdacht des Insiderhandels. Aktien von Banken und Immobilienfirmen - die hauptsächlich betroffenen Firmen - standen am Freitag weiter unter Druck. Es gab Stimmen, der Skandal könnte das Image des Landes als gesuchter Geschäftspartner ankratzen. «Das ist erst der Anfang. Es geht um schwerwiegende Dinge, die die Einstellung von Investoren negativ beeinflussen könnte», sagte Nitin Jain, ein in Singapur ansässiger Fondsmanager. Es hänge jetzt davon ab, wie schnell der Skandal aufgeklärt und Gegenmassnahmen ergriffen werde. Die meisten Analysten gehen aber davon aus, dass sich Investoren ihre Chancen auf einem der grössten Wachstumsmärkte trotz des Skandals weiterhin nicht entgehen lassen wollen. Korruption ist ein grosses Problem in Indien. Die Vorfälle in jüngster Zeit gelten jedoch als die grössten dieser Art. Zuletzt erfasste ein mehrere Milliarden Dollar schwerer Skandal die Telekom- Branche, was den zuständigen Minister zum Rücktritt zwang. Im neuesten Bankenskandal wurden acht Finanzmanager festgenommen.

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