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Inflationsrate in der Euro-Zone auf Drei-Jahres-Hoch

Brüssel Die Preise in der Euro-Zone sind im September wegen teurer Energie so stark gestiegen wie seit fast drei Jahren nicht mehr.

Sie zogen um 3,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat an, teilte das Statistikamt Eurostat am Freitag nach endgültigen Berechnungen mit. Damit wurde eine erste Schätzung bestätigt. Eine höhere Inflationsrate gab es zuletzt im Oktober 2008 mit 3,2 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat kletterten die Preise um 0,8 Prozent. Die Jahresteuerung liegt damit weit über dem von der EZB angepeilten Stabilitätsziel von knapp unter zwei Prozent. Die Europäische Zentralbank (EZB), die ihren Leitzins trotz der Rezessionssorgen in der Euro-Zone Anfang des Monats stabil bei 1,5 Prozent hielt, rechnet erst in einigen Monaten mit einer deutlichen Entspannung an der Preisfront. Somit wäre der Weg frei für eine Zinssenkung in naher Zukunft. EZB-Ratsmitglied Erkki Liikanen warnte zugleich, dass die Euro- Zone konjunkturell in schwieriges Fahrwasser geraten dürfte: «Eine nachhaltige Schwächung der wirtschaftlichen Aktivität ist nicht auszuschliessen», sagte der finnische Notenbankchef. Angesichts der eher düsteren Aussichten hat die EZB bereits laut über eine Zinssenkung nachgedacht. Experten schliessen nicht aus, dass die Zentralbank bereits in den kommenden Monaten die geldpolitischen Zügel lockern wird. «Die Inflationsentwicklung in der Eurozone hat ihren Höhepunkt erreicht. Für die EZB erwarten wir im vierten Quartal 2011 eine Zinssenkung auf 1,0 Prozent», schreiben die Experten der Privatbank Sal. Oppenheim.

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