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Italien und Spanien rücken stärker in Fokus der Märkte

Rom/Madrid Italien und Spanien geraten immer stärker in den Strudel der Schuldenkrise.

Beide Länder müssen immer höhere Zinsen für ihre Staatsanleihen bieten. So stiegen die Renditen für italienische Papiere am Dienstag auf den höchsten Wert seit Einführung des Euro vor elf Jahren. Italiens Wirtschaftsminister Giulio Tremonti berief das nationale Finanzstabilitätskomitee zu einer Krisensitzung ein, um über die Marktturbulenzen zu beraten. Ministerpräsident Silvio Berlusconi will sich am Mittwoch erstmals seit längerem wieder zur Wirtschaftslage des Landes im Parlament äussern. Wegen der angespannten Situation verschiebt Spaniens Regierungschef Jose Luis Rodriguez Zapatero seine Ferien. Die hohen Zinsaufschläge italienischer Anleihen erreichten sogar das bislang höhere Niveau spanischer Bonds. Dies gilt als Signal, dass Italien zum stärksten Wackelkandidaten in der europäischen Schuldenkrise aufsteigen könnte. Beide Länder stemmen sich gegen ein Überschwappen der Krise von Ländern wie Griechenland, Irland und Portugal. Diese Staaten sind bereits auf Milliarden-Hilfen ihrer Euro-Partner angewiesen. Spanien und Italien haben sich harte Sparprogramme auferlegt, Berlusconis Mitte-Rechts-Regierung will binnen vier Jahren knapp 48 Milliarden Euro einsparen. Nach Griechenland, das nur ein zweites Hilfspaket vor der Staatspleite rettete, hat Italien mit 120 Prozent die grösste Schuldenstandsquote aller 17 Euro-Staaten.

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