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Italiens Zehn-Jahres-Rendite sinkt unter sechs Prozent

Frankfurt/Main Am italienischen Anleihemarkt hat sich die Lage zu Wochenbeginn stark entspannt.

Die Rendite für zehnjährige Staatsanleihen sank am Montag kräftig und erstmals seit rund einem Monat wieder unter die Marke von sechs Prozent. Anfang November war sie noch auf einen Rekordstand seit Euro-Einführung von 7,45 Prozent gestiegen. Ähnlich stark war die Entspannung am spanischen Markt. Deutliche Renditerückgänge stellten sich auch in Portugal, Belgien und Österreich ein. Damit hat sich die Gesamtlage, also auch in sogenannten Kernländern wie Frankreich, weiter entspannt. Im richtungsweisenden zehnjährigen Bereich sank die Rendite italienischer Titel bis zum späten Nachmittag um rund 0,7 Punkte auf 5,9 Prozent. In Spanien sank der Effektivzins um 0,5 Punkte auf rund fünf Prozent. Noch stärker als in den langen Laufzeiten waren die Renditen im kurzen Bereich rückläufig. Bei den zweijährigen Laufzeiten sanken die Zinsen besonders stark in Italien, gefolgt von Portugal und Spanien. Händler erklärten die Entspannung an den Rentenmärkten zum einen mit positiven Signalen vom Euro-Schwergewicht Italien. Dort präsentierte der neue Regierungschef Mario Monti am Nachmittag dem Parlament ein massives Spar- und Reformprogramm, dass von seinem Kabinett aus Wirtschaftsexperten erarbeitet worden ist. Darüber hinaus wurde auf Äusserungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy verwiesen, die nach einem Treffen Einigkeit und Entschlusskraft demonstriert hätten. Beide Länder streben umfassende Reformen der europäischen Verträge an.

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