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Japan und Südkorea beteiligen sich an Auflösung von Ölreserven Weiterhin Nervosität auf dem Erdölmarkt

Tokio/Seoul/Frankfurt Im Kampf gegen die hohe Erdölpreise zapfen auch Japan und Südkorea ihre strategischen Ölreserven an.

Die beiden asiatischen Öl-Importländer folgten damit am Freitag den Vorgaben der Internationalen Energieagentur (IEA), die auf diese ungewöhnliche Weise insgesamt 60 Millionen Barrel auf den Markt bringen will. Der weltweit drittgrösste Ölkonsument Japan will demnach 7,9 Millionen Barrel beisteuern, Südkorea knapp 3,5 Millionen Barrel. Neben Japan und Südkorea sind im asiatisch-pazifischen Raum noch Australien und Neuseeland Mitglied der IEA. Beide teilten am Freitag allerdings mit, sich an der Aktion nicht zu beteiligen. Die IEA begründete ihren überraschenden Schritt am Donnerstag damit, dass die Industrieländer eine Konjunkturabkühlung durch zu hohe Ölpreise verhindern wollten. Die Hälfte der freigegebenen Ölreserven kommt aus den USA. Die Ankündigung der IEA sorgt auch am Freitag noch für Nervosität am Ölmarkt. Erdöl der Sorte Brent verbilligte sich bis kurz nach 10 Uhr um 1,3 Prozent auf 105,81 Dollar je Fass. Am Donnerstag war der Preis für das Fass Nordsee-Öl in der Spitze sogar um mehr als 7 Prozent gefallen. Ein Barrel der US-Sorte WTI kostete mit 90,91 Dollar je Fass am Freitagmorgen 0,1 Prozent weniger. Am Donnerstag war der Preis erstmals seit Februar wieder unter die 90 Dollar gerutscht.

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