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Journalisten-Streik in Griechenland

Athen Funkstille in Athen: Griechische Journalisten sind am Mittwoch aus Protest gegen die geplante Fusion ihrer finanziell gesunden Krankenkasse mit einer schwer defizitären staatlichen Versicherung in den Streik getreten.

Im Radio und Fernsehen gab es keine Nachrichten. Das griechische Parlament lehnte jedoch am Nachmittag die Fusion ab - eine herbe Niederlage für die Koalitionsregierung aus Konservativen, Sozialisten und Demokratischen Linken. 143 Parlamentariern stimmten gegen die Verschmelzung, nur 136 Abgeordnete dafür. Der griechische Finanzminister Ioannis Stournaras hatte am Dienstag dem Parlament einen Gesetzentwurf vorgelegt, wonach die Journalisten-Krankenkassse (ETAP-MME) mit der neuen allgemeinen EOPYY-Versicherung zusammengelegt werden soll. Die Kontrolleure der internationalen Geldgeber hatten in den vergangenen Wochen die Fusion aller griechischer Krankenkassen zu einer einzigen gefordert. Es gilt als sicher, dass die Regierung einen weiteren Versuch unternehmen wird, die Fusion durchzusetzen. Die neue Krankenkasse (EOPYY) ist für viele ihrer Mitglieder seit Monaten ein Ärgernis. Patienten müssen wochenlang warten, bis sie einen Arzttermin bekommen. Der Präsident des Journalistenverbandes, Dimitris Trimis, hatte die Pläne der Regierung hart kritisiert: «Diese Fusion ist eine feindliche Tat und ein Kriegsgrund für die Arbeitnehmer im Bereich Presse.»

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