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«Es braucht Leute mit Rock ’n’ Roll im Blut»

Musiker, Manager, Jobvermittler – und heute selbstständig: Michel Ganouchi erklomm die Karriereleiter auf Umwegen.

Mathias Morgenthaler
Michel Ganouchi: «Ich wusste, dass das Fallbeil auf uns niedersausen würde.» Foto: Silvan Widmer
Michel Ganouchi: «Ich wusste, dass das Fallbeil auf uns niedersausen würde.» Foto: Silvan Widmer

Herr Ganouchi, Sie wollten Rockstar werden und sind jetzt als Unternehmensberater tätig. Was ist schiefgelaufen?

Gar nicht so viel – es war ein wilder Ritt, und ich habe in jeder Lebensphase viel gelernt. Rockstar war übrigens schon Plan B. Davor wollte ich Pilot werden wie vermutlich jeder zweite Bub. Ich erkrankte aber mit zehn Jahren schwer an Krebs, fehlte lange in der Schule und war erst einmal froh, überlebt zu haben. Es war ein Luxus, dass ich das Gymnasium besuchen durfte, mein Vater war aus Tunesien in die Schweiz gekommen und hatte als Kellner und später als interner Pöstler bei einer Bank gearbeitet, meine Mutter als Sekretärin im Triemli-Spital. Mit mir in der Klasse waren auch Nadja Sieger, die später Teil des Komiker-Duos Ursus & Nadeschkin wurde, und Christian Mumenthaler, heutiger Chef von Swiss Re. Im Gegensatz zu ihnen war ich nicht besonders talentiert. Aber ich hatte als Zwölfjähriger AC/DC im Hallenstadion gehört und war seit dem Tag an beseelt vom Gedanken, Rockgitarrist zu werden.

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