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«Frauen müssen die Technik des Machtspiels trainieren»

Die EU-Kommission macht sich stark für eine Frauenquote. Die Marktforscherin Christine Bauer-Jelinek ist dagegen. Frauen sollten stattdessen mit härteren Bandagen kämpfen.

«Jetzt sage ich, was ich denke»: Christine Bauer-Jelinek.
«Jetzt sage ich, was ich denke»: Christine Bauer-Jelinek.
Elke Ortner (Ecowin Verlag)

Frau Bauer-Jelinek, Sie sind Wirtschaftscoach für Frauen und Männer in Karrierefragen. Was halten Sie vom Vorschlag der EU-Kommission, eine Frauenquote für Verwaltungsräte bei börsenkotierten Firmen einzuführen?

Ich bin strikt gegen Frauenquoten. Ich gehe damit sehr scharf ins Gericht. Die Frauenquote nützt den Frauen nichts – sie nützt nur der Politik. Mit diesem Thema kann man sehr leicht politisches Kleingeld machen. Die Medien spielen voll mit. Zudem sehe ich nicht ein, warum die EU die Quote ausgerechnet in den Aufsichtsgremien (Verwaltungsrat, Anm. d. Red.) einführen will und nicht in den Geschäftsleitungen. Denn das Amt in einem Kontrollorgan von börsenkotierten Unternehmen bringt zwar immer mehr Haftungspflicht mit sich bei geringen Gestaltungsmöglichkeiten.

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