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Keine Empfehlung für Avastin in Grossbritannien bei Brustkrebs

Die britische Gesundheitsbehörde (NICE) gibt zu Handen der Ärzte des National Health Service (NHS) keine Empfehlung zur Erstlinien-Behandlung von fortgeschrittenem Brustkrebs mit dem Roche-Medikament Avastin und einer Capecitabine-Chemotherapie ab.

Die negative Empfehlung wird in einer Mitteilung vom Mittwoch mit der Wirksamkeit und den Kosten begründet. Damit bestätigt die Behörde eine bereits Anfang Juli gegebene, negative Empfehlung. «Wir können kein Medikament empfehlen, das nicht gleich gut oder besser wirkt als bisherige Behandlungen und viel mehr kostet», wird Sir Andrew Dillon von der NICE zitiert. Die dem NICE-Komitee vorgelegten Daten hätten nicht schlüssig gezeigt, dass Avastin in Kombination mit Capecitabine im Vergleich mit bisherigen Behandlungen das Gesamtüberleben verlängere oder die Lebensqualität der Patientinnen verbessere, heisst es weiter. Zusammen mit den höheren Kosten sei die Behandlung nicht Kosteneffizient. Avastin ist in Europa zur Behandlung fortgeschrittener Stadien von Brustkrebs, Dickdarm- bzw. Enddarmkrebs, nicht-kleinzelligem Lungenkrebs, Nierenkrebs und Eierstockkrebs zugelassen. Ausserdem steht Avastin in den USA zur Behandlung von Dickdarm- bzw. Enddarmkrebs, nicht-kleinzelligem Lungenkrebs und Nierenkrebs zur Verfügung. Hingegen hat die US-Gesundheitsbehörde im November 2011 die Zulassung für Avastin zur zur Behandlung von Brustkrebs widerrufen. Das Medikament habe sich nicht als sicher und effektiv für diese Anwendung erwiesen, wurde der Entscheid begründet. Weiter ist Avastin in den USA und über 30 weiteren Ländern auch für die Behandlung von Patienten mit fortschreitendem Glioblastom nach einer ersten Behandlung zugelassen. Roche erzielte im ersten Halbjahr 2012 mit Avastin einen Umsatz von 2,81 Milliarden Franken.

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