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Kolumbien schützt seine durch den Dollar verteuerte Währung

Bogota Kolumbien will seine Währung stärker vor der durch den schwachen US-Dollar verursachten Aufwertung schützen.

Die Regierung in Bogota kündigte am Freitag ein ganzes Bündel an Massnahmen an, um einer weiteren Verteuerung des Peso und damit der Benachteiligung seiner Unternehmen auf dem Weltmarkt vorzubeugen. Unter anderem senkt sie einen Teil der Einfuhrzölle. Zudem sollen im Ausland deponierte Guthaben vorerst nicht ins Land zurückgeholt werden und die Notenbank wird zwei Monate länger bis Mitte März Dollar kaufen. Diese beiden Entscheidungen sollen gezielt Druck von der heimischen Währung nehmen, die allein in diesem Jahr zehn Prozent aufgewertet hat. «Wir versuchen, uns gegen die Wellen zu stellen, die aus dem Rest der Welt über uns hinwegschwappen - besonders durch die lockere Geldpolitik der USA, die die Weltwirtschaft mit Dollar überfluten», sagte Finanzminister Juan Carlos Echeverry. Schwellenländer wie Brasilien oder in Asien klagen seit langem darüber, dass ihre Währungen durch die Politik des billigen Geldes in den USA unverhältnismässig viel Investoren anlocken. Dies schüre die Spekulation und setze die falschen Anreize für die einheimische Wirtschaft, kritisieren sie. Die Schwellenländer konnten sich beim jüngsten Treffen der G20- Gruppe aber nicht mit Forderungen durchsetzen, nicht nur China, sondern auch die USA stärker auf eine Aufwertung ihrer Währung zu verpflichten. In der kommenden Woche dürfte die US-Notenbank zudem erneut ihre Geldschleusen öffnen, um die Erholung der grössten Volkswirtschaft anzukurbeln.

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