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Konjunktur Deutscher Export legt im September zu

Wiesbaden Trotz anhaltender Währungsunsicherheiten und schwächelnder Zielmärkte hat der deutsche Export im September noch zugelegt.

Der Wert der Ausfuhren stieg im Vergleich zum ebenfalls schon überraschend starken August kalender- und saisonbereinigt um 0,9 Prozent auf 95 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden berichtete. Die Einfuhren gingen um 0,8 Prozent auf 77,6 Milliarden Euro zurück. Die Aussenhandelsbilanz wies damit einen Überschuss von 17,4 Milliarden Euro aus, bereinigt um Kalender- und Saisoneinflüsse waren es 15,3 Milliarden Euro. Der Aussenhandel hat damit im dritten Quartal zum Wirtschaftswachstum beigetragen. Zusammengefasst mit den Salden für Dienstleistungen, Vermögenseinkommen und andere Posten ergab sich in der Leistungsbilanz ein Überschuss von 15,7 Milliarden Euro nach 15,1 Milliarden Euro im September 2010. In den ersten neun Monaten des Jahres sind laut Bundesamt die Ausfuhren in EU-Länder ohne Euro mit 15,4 Prozent im Vorjahresvergleich am stärksten gestiegen. Nach wie vor gehen knapp 60 Prozent der deutschen Exporte in die EU, davon wiederum zwei Drittel in die Eurozone. Die Einfuhren nach Deutschland kommen zu knapp 65 Prozent aus der EU. Insgesamt stiegen die Ausfuhren um 13,5 Prozent in den ersten drei Quartalen. Schon im September waren im produzierenden Gewerbe deutliche Bremsspuren erkennbar: Im Vergleich zum August ging der preisbereinigte Umsatz um 2,8 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt ebenfalls am Dienstag mitteilte. Die Geschäfte mit ausländischen Abnehmern sackten im September sogar um 3,9 Prozent ab, lagen aber wie im Inland immer noch deutlich über dem Vorjahresniveau. Am stärksten von der aktuellen Flaute betroffen waren demnach die Auto-Hersteller und Zulieferer. Gegenüber August ging der preis- und saisonbereinigte Umsatz der Branche um 8,3 Prozent zurück.

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