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Am liebsten Shampoo und Windeln

In Konstanz tummeln sich diesen Sommer mehr Schweizer als sonst – sie nutzen den schwachen Eurokurs, um billig einzukaufen. Die Einheimischen finden das nicht immer gut.

«Die Schweizer halten mit ihren Mehrwertsteuerzetteln den Kassenbetrieb auf», sagt ein Pensionierter im Café vor dem Einkaufszentrum Lago in Konstanz. «Und sie bringen Verkehr in die Stadt.» Das seien die beiden Dinge, welche die Einheimischen manchmal störten, wenn es um die Schweizer geht. Manchmal frage man sich ausserdem, sagt ein Passant, warum so knapp hinter der Grenze ein so deutlich anderer Dialekt gesprochen werde. Der eine oder andere hege den Verdacht, dass das absichtlich geschehe. Er grinst.

Das Schweizer Kreuzlingen und das deutsche Konstanz: Im Grunde sind sie eine Stadt, schon seit dem Mittelalter. Schon immer hat man rege gehandelt, sich gemeinsam vergnügt. Kreuzlingen verdankt seinen Namen einem Kloster, das einst der Bischof von Konstanz gründete. Am Bodensee ist man immer frei von der einen Seite zur anderen gewandert, bis der Erste Weltkrieg das Stadtgebiet mit einem Grenzwall teilte.

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