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Andrang der Geniesser über dem Nebelmeer

Über die Festtage haben sich die Sparfüchse offenbar verkrochen. Herr und Frau Schweizer strömten in Scharen in die Berge – und waren ausgabenfreudig.

Pause in der Sonne: Skifahrer geniessen in Crans-Montana das schöne Wetter über Weihnachten. (25. Dezember 2011)
Pause in der Sonne: Skifahrer geniessen in Crans-Montana das schöne Wetter über Weihnachten. (25. Dezember 2011)
Keystone

Tourismusverantwortliche in Schweizer Wintersportorten blicken voller Zufriedenheit auf Weihnachten und Neujahr zurück. Von Spartendenzen war wenig zu spüren, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur sda in einigen ausgewählten Orten zutage förderte. «Man gönnt sich weiterhin etwas», konstatierte heute Frédéric Füssenich, Tourismusdirektor Engelberg-Titlis. Die Restaurateure hätten ausgabenfreudige Gäste begrüsst. Überhaupt seien die Touristen über die Festtage wenig «preissensitiv». Die «Sparfüchse» kämen erst später.

Zu den Weihnachtstagen seien die Hotels in der Obwaldner Destination zwar nicht voll ausgebucht gewesen. Über Neujahr hätten die Hoteliers dann aber «full house» gemeldet und auch die erste Januarwoche lasse sich prächtig an. Zum Erfolg hätten dank gutem Wetter in der Altjahreswoche viele Tagestouristen beigetragen.

Die Region Gstaad im Berner Oberland meldete in einer Zwischenbilanz «ein zufriedenstellendes Stimmungsbild». Mehr als die Hälfte der Hotels verbuchten gleiche oder höhere Umsätze als im Vorjahr, etwa ein Viertel einen leichten Rückgang. Dabei genoss das tiefere Preissegment klar den Vorrang. Dennoch schauten die Gäste an den Festtagen tendenziell weniger aufs Geld.

Neuschnee beflügelt Nachfrage

Einen Rekordtag am Mittwoch, 28. Dezember, meldet die Region Flims, Laax und Falera in Graubünden. Dort strömten nicht weniger als 19'000 Schneesportlerinnen und -sportler auf die Pisten. Katja Olf, Mediensprecherin der Weisse Arena Gruppe Laax, sagte, die Hotels seien über Weihnachten nicht voll ausgebucht gewesen. Der Neuschnee habe dann aber für einen Anstieg gesorgt. Die Gäste hätten sich auch keineswegs lumpen lassen, wie Rückmeldungen aus dem Gastrogewerbe zeigten.

Eine «unglaubliche Spitze» am vergangenen Mittwoch gab auch aus Leysin VD Tourismusdirektor Pierre-Alain Morard zu Protokoll. Man habe nicht mehr gewusst, wohin mit den Leuten. Die Hotels waren gut gefüllt, an Silvester praktisch voll.

Wohlgefüllte Hotel- und Ferienwohnungsbetten meldeten auch die Walliser Stationen Verbier und Nendaz. Einziger Wermutstropfen: Das schlechte Wetter zu Jahresende.

Furcht vor Flaute zerstreut

In Villars VD zerstreuten die Gästemassen die anfängliche Furcht vor einer Flaute wegen Wirtschaftskrise und fehlenden Schnees. Tourismusdirektor Serge Beslin sagte, die Auslastung der Hotels habe über Weihnachten 75 bis 80 Prozent erreicht und sei bis Neujahr auf bis zu 90 Prozent geklettert. Das ist leicht tiefer als gewöhnlich. Auf den Pisten tummelten sich die Gäste indessen massenweise. Einige Bergrestaurants verzeichneten die höchsten Frequenzen seit zehn Jahren. Wie locker der Franken sass, konnte Beslin nicht sagen.

(SDA)

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