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Arbeitsmarkt wächst trotz Krise weiter

Die Zahl der Beschäftigten hat in der Schweiz um 1,9 Prozent zugenommen. Überdurchschnittlich legte der Dienstleistungssektor zu. Drei Branchen haben aber je rund 2000 Stellen eingebüsst.

Der Schweizer Arbeitsmarkt expandiert weiter stark trotz Wirtschafts- und Schuldenkrise in Europa: Im dritten Quartal 2012 stieg die Beschäftigung im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,9 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilt.

Insgesamt 4,12 Millionen Beschäftigte gingen laut der Beschäftigungsstatistik im dritten Quartal in der Schweiz einer Arbeit nach. In Industrie und Gewerbe nahm die Beschäftigung dabei um 1,3 Prozent zu, im Dienstleistungssektor gar um 2,1 Prozent.

Baugewerbe und Gesundheitswesen boomen

Das grösste Wachstum in absoluten Zahlen gegenüber dem Vorjahr wiesen die Uhrenindustrie (plus 3000 Beschäftigte) und das Baugewerbe (plus 8000) auf. In der Textilindustrie, der Papier- und Druckindustrie sowie der chemischen Industrie gingen jedoch je 2000 Stellen verloren.

Bei den Dienstleistungen kam es in allen Branchen zu einem Beschäftigungswachstum. Die stärksten Zunahmen gab es in der Informationstechnologie (plus 5000), in der öffentlichen Verwaltung (plus 7000) und im Gesundheits- und Sozialwesen (plus 15'000). Erstmals seit dreieinhalb Jahren waren zudem mehr Personen in der Gastronomie beschäftigt (plus 2000).

In allen Regionen stieg die Beschäftigung um mindestens 1 Prozent. Besonders starke Zunahmen verzeichneten der Espace Mittelland (plus 2,2 Prozent) und die Zentralschweiz (plus 3,3 Prozent).

Weniger offene Stellen

Den einzigen Wermutstropfen des neuen Beschäftigungsbarometers stellen die offenen Stellen und die Aussichten für die Beschäftigung dar: Innert Jahresfrist ging die Zahl der offenen Stellen um 2700 oder 5,5 Prozent zurück.

Leicht gesunken ist auch der Indikator der Beschäftigungsaussichten. Obwohl er mit 1,02 auf den tiefsten Wert seit drei Jahren gesunken sei, bedeute ein Stand von über 1,00, dass die Unternehmen ihren Personalbestand im nächsten Quartal in den meisten Branchen noch einmal minim verstärken oder zumindest gleich halten wollten, hiess es in der Mitteilung.

Besonders günstige Aussichten bestehen in der Uhrenindustrie und der Informationstechnologie. Diese würden im vierten Quartal voraussichtlich einen Beschäftigungsanstieg verzeichnen, stellt das BFS fest. Am ungünstigsten sind die Aussichten im Gastgewerbe.

SDA/mw

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