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Cameron plant die grosse Bankentrennung

Die britische Regierung plant, das Privatkundengeschäft vom riskanteren Investmentbanking zu trennen. Noch heute Abend soll der Finanzminister das Vorhaben vorstellen.

Strenge Massnahmen: Grossbritanniens Premierminister David Cameron (links) zusammen mit seinem Finanzminister George Osborne.
Strenge Massnahmen: Grossbritanniens Premierminister David Cameron (links) zusammen mit seinem Finanzminister George Osborne.
Keystone

Die britische Regierung plant eine Reform des Bankensystems. Vorgesehen ist eine Trennung des Privatkundengeschäfts vom riskanteren Investmentbanking, wie aus Kreisen des Finanzministeriums in London verlautete. Damit soll eine Wiederholung der Finanzkrise von 2008 verhindert und die Liquidierung grosser Banken erleichtert werden. Schatzkanzler George Osborne will das Programm am Abend in einer Rede vorstellen.

Die Unabhängige Bankenkommission unter dem Vorsitz des früheren Zentralbankchefs John Vickers hatte im April eine klare Trennung des Investmentbankings vom Retailgeschäft empfohlen. Der Abschlussbericht der Kommission soll im September veröffentlicht werden. Es wird erwartet, dass das Gremium nähere Empfehlungen darüber abgeben wird, wie das Privatkundengeschäft innerhalb einer grösseren Bankengruppe in ein eigenes Tochterunternehmen ausgegliedert werden kann.

Börse reagiert negativ

In dem Zwischenbericht vom April erklärte Vickers, eine «Abschirmung» des Retail Bankings würde die Beilegung einer Krise erleichtern und kostengünstiger machen. Das Privatkundengeschäft könne dann weiterlaufen, während die Investmentseite abgewickelt werden könne. Somit wären Privatkunden besser geschützt, und die Banken würden womöglich mit Risikogeschäften disziplinierter umgehen.

Die Aktien der grossen Banken fielen an der Londoner Börse. Der Kurs von Barclays brach um 1,8 Prozent ein, die Royal Bank of Scotland verlor 1,4 Prozent und Lloyds 0,7 Prozent.

dapd/jak

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