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China bangt um seine Exporte

Angesichts der Finanzkrisen in Europa und den USA fürchtet sich die Volksrepublik um ihr Wirtschaftswachstum. Chinas Exporte sind geschrumpft. Die Regierung hat nun Massnahmen angekündigt.

Die Produktion sinkt zum ersten Mal: Textilarbeiterin in Yiwu.
Die Produktion sinkt zum ersten Mal: Textilarbeiterin in Yiwu.
Keystone

Die chinesische Führung sorgt sich angesichts der Schuldenkrisen in Europa und in den USA um die Exporte der Volksrepublik und damit um das Wachstum des Landes im kommenden Jahr. Vizeregierungschef Wang Qishan forderte die Unternehmen des Landes am Wochenende auf, trotz nachlassender Nachfrage aus dem Ausland den Export anzukurbeln, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntagabend meldete.

Die Firmen müssten ihre Produkte wettbewerbsfähiger machen, sagte Wang demnach. Die Regierung werde ihre Steuern auf Exporte senken und vor allem kleinen Firmen finanziell unter die Arme greifen, versprach er.

Industrieproduktion gesunken

Die chinesischen Exporte waren im Oktober zwar im Jahresvergleich um knapp 16 Prozent auf rund 157,5 Milliarden Dollar (117,5 Milliarden Euro) gewachsen, im Vergleich zum September allerdings, als die chinesischen Firmen knapp 170 Milliarden Dollar mit Exporten eingenommen hatten, schrumpften sie. Im November war zudem erstmals seit mehr als zweieinhalb Jahren die Produktion der Industrie gesunken. Dies gibt Anlass zur Sorge, das Wirtschaftswachstum könne sich deutlich verlangsamen.

Handelsminister Chen Deming warnte am Wochenende bereits, «unter dem Einfluss eines schrumpfenden Weltmarktes könnte sich Chinas Wirtschaftswachstum im kommenden Jahr abschwächen. Im ersten Quartal war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) amtlichen Angaben zufolge um 9,7 Prozent gewachsen, im zweiten Quartal um 9,5 Prozent und im dritten um 9,1 Prozent.

AFP/kpn

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