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China erobert Osteuropa

Chinesische Firmen machen sich auf dem osteuropäischen Markt breit. Unter anderem profitieren die Asiaten von der Euro 2012 in Polen und der Ukraine.

Strassenbau in Polen: Ein chinesisches Konsortium erstellt die Autobahn zwischen Warschau und Berlin.
Strassenbau in Polen: Ein chinesisches Konsortium erstellt die Autobahn zwischen Warschau und Berlin.
AFP
Auch beim Strassenbau sind die Chinesen präsent: Autobahnbaustelle im polnischen Swierklany.
Auch beim Strassenbau sind die Chinesen präsent: Autobahnbaustelle im polnischen Swierklany.
AFP
Einheimisches Gewerbe hat gegen die Konkurrenz aus China zu kämpfen: Weissrussicher Schuhmacher in einer Fabrik in Smilovichi.
Einheimisches Gewerbe hat gegen die Konkurrenz aus China zu kämpfen: Weissrussicher Schuhmacher in einer Fabrik in Smilovichi.
AFP
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Chinas Hunger nach neuen Märkten scheint unersättlich zu sein. Das Land sucht nicht nur auf Kontinenten wie Afrika seinen Durst nach Rohstoffen zu stillen, sondern hält mehr und mehr auch in Osteuropa Einzug. Chinesische Unternehmen, aber auch der Staat selber ist in den ehemaligen Ostblockländern auf Einkaufstour.

Die Chinesen investieren von den baltischen Staaten bis zum Balkan in osteuropäische Firmen, präsent sind sie zudem auf dem Immobilienmarkt. Und neuerdings jagen chinesische Unternehmen auch öffentlichen Aufträgen nach, welche die osteuropäischen Staaten zu vergeben haben. Besonders in Polen und in der Ukraine, die wegen der Euro 2012 viele Infrastrukturprojekte lanciert haben, wittern die Chinesen das Geschäft.

Polnische Firmen sind nicht begeistert

So hat gemäss «New York Times» letztes Jahr ein chinesisches Konsortium in Polen den Auftrag an Land gezogen, einen Teil der Autobahn zwischen Warschau und Lodz zu bauen. Das grosse Geschäft wars zwar noch nicht, aber der Aufschrei war in Polen dennoch gross: Zum ersten Mal war nämlich ein solcher Auftrag an ein nicht-polnisches oder nicht-europäisches Unternehmen vergeben worden.

Auch der Handel mit Waren hat sich geändert. Früher überflutete China den polnischen Markt mit Textilien und Schuhen, heute mit Elektronikgeräten. Und auch in der Chemiebranche werden die Asiaten tätig. So hat sich die Wanhua Industrial Group bei Borsod-Chem eingekauft, einer ungarischen Firma, die Polyurethan herstellt, das in der Autoindustrie und der Bauindustrie verwendet wird.

Sprungbrett für Europa

Wanhua ist bereits der wichtigste Polyurethan-Hersteller im asiatisch-pazifischen Raum. Borsod-Chem wiederum beherrscht den mittel- und osteuropäischen Markt. Das zeigt, worauf es chinesische Firmen in Osteuropa hauptsächlich abgesehen haben: Sie hoffen, dass Osteuropa für sie zum Sprungbrett fürs restliche Europa wird.

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