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Credit Suisse dementiert Gerüchte

Die Grossbank will nichts von einem Reiseverbot für Deutschland wissen. Ein Banker berichtet aber von einem E-Mail, das im Rahmen des Steuerstreits an die Angestellten verschickt worden sei.

«Haben unsere Politik nicht angepasst»: Credit Suisse, eine Filiale in Deutschland.
«Haben unsere Politik nicht angepasst»: Credit Suisse, eine Filiale in Deutschland.
Keystone

Verschiedene Medien berichteten gestern über ein Reiseverbot, welches die Credit Suisse ihren Kundenberatern erteilt haben soll. Als Reaktion auf die Eskalation des Steuerstreits sollten die Berater nicht mehr nach Deutschland reisen, da die Angst vor Festnahmen oder anderen Massnahmen bestehe. Die NZZ schreibt in ihrer Online-Ausgabe, die Grossbank habe das Reiseverbot dementiert.

Die Credit Suisse sagte gegenüber der Zeitung, sie habe ihre Politik wegen der neuesten Entwicklungen nicht angepasst. Die Bank verweist auf ihr Reise- und Bewilligungssystem. Demnach würden die Mitarbeiter vor einem Einsatz im Ausland geschult und über länderspezifische Vorschriften informiert. Diesbezüglich habe sich auch nun nichts geändert.

«Die Person hat überreagiert»

Auch ein Banker der Credit Suisse kommt zu Wort. Laut ihm soll die Grossbank die Gerüchte selbst verursacht haben. So sei am Samstag ein E-Mail an Angestellte verschickt worden, die regelmässig zu beruflichen Zwecken nach Deutschland reisen. Inhalt des E-Mails sei tatsächlich ein Reiseverbot gewesen. Der Banker sagt weiter, hinter dem E-Mail stünde eine Einzelperson, die überreagiert habe. Wer das E-Mail verschickt habe und was der genaue Inhalt sei, darüber schweigt sich der Banker aus.

Vor zwei Jahren hatte die Credit Suisse Reiserestriktionen für ihre Mitarbeiter für Deutschland erlassen. Dies weil deutsche Staatsanwälte Untersuchungen gegen die Credit Suisse eingeleitet hatten. Am Pranger standen Mitarbeiter, die Beihilfe zur Steuerhinterziehung geleistet haben sollen. Im letzten Herbst konnte eine aussergerichtliche Einigung getroffen werden.

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