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CS-Aktie holt Verluste teilweise auf

Die Papiere der Grossbanken vermochten den herben Verlust des Vortags teilweise wettzumachen. Die Aktie schloss 4,1 Prozent im Plus. Insgesamt entzog sich die Schweizer Börse der weltweiten Aufwärtsbewegung.

Die Aktien der Grossbank Credit Suisse haben einen Teil der herben Verluste des Vortages wettgemacht. Das Papier schloss 4,1 Prozent im Plus. Auch die UBS-Papiere legten zu, wenn auch mit 1,5 Prozent etwas weniger. Händler sprachen vor allem von einer technischen Erholung nach den Verlusten am Vortag.

Am Donnerstag hatte die CS-Aktie einen Kurssturz von über 10 Prozent erlitten. Grund waren die Aussagen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) in ihrem Bericht zur Finanzstabilität über die Eigenkapitalbasis der Schweizer Grossbanken.

CS und UBS unterkapitalisiert?

CS und UBS seien für den Fall einer dramatischen Ausweitung der Euro-Krise unterkapitalisiert, insbesondere die CS müsse ihre Widerstandsfähigkeit noch in diesem Jahr verbessern.

Analysten der Bank Notenstein führen den starken Verlust der CS- Aktie aber nicht nur auf den SNB-Bericht zurück. Es handle sich um eine eine Kombination aus verschiedenen Faktoren, welche die Geduld der Anleger zum Bersten gebracht habe. So habe bereits am Montag die Ratingagentur Moody's die Banken kritisiert und von möglicher Abstufung um bis zu drei Stufen gesprochen.

Am Tag darauf habe dann die französische Bank Société Générale im Rahmen einer Studie zum Bankensektor die CS-Papiere zum Verkauf empfohlen. Dann sei am Donnerstag die SNB mit ihren Aussagen gekommen, was womöglich den Geduldsfaden der Anleger überstrapaziert habe.

Schweizer Börse auf Vortagesniveau

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag leicht fester geschlossen und sich damit der kräftigen weltweiten Aufwärtsbewegung entzogen. Am grossen Verfallstag standen insbesondere die am Sonntag anstehenden richtungweisenden Neuwahlen in Griechenland im Fokus der Investoren.

Das positive Sentiment werde von Spekulationen gestützt, die globalen Notenbanken bereiteten konzertierte Notfallmassnahmen für den Fall eines ungünstigen Wahlausgangs in Griechenland vor, hiess es im Handel. Dies habe einen Teil der Verunsicherung vom Markt genommen. Wie der Urnengang auch immer ausgeht, erwarten Händler am kommenden am Montag eine starke Reaktion der Börsen. Die Frage sei nur, in welche Richtung.

Der Swiss Market Index (SMI) gewann zum Wochenschluss 0,06 Prozent auf 5911,82 Punkte; im Wochenvergleich resultierte ein Plus von 0,7 Prozent. Der breite Swiss Performance Index (SPI) gewann 0,25 Prozent auf 5503,45 Zähler.

Kursgewinne an der Wall Street

Die Aussicht auf eine konzertierte Aktion der wichtigsten Zentralbanken nach der Wahl in Griechenland hat am Freitag zu Kursgewinnen an der Wall Street geführt. Für einen Dämpfer sorgten allerdings enttäuschende Zahlen von der US- Konjunktur. Zudem bleibt die Sorge um spanische Banken.

Aus Kreisen der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer war bereits am Donnerstag verlautet, dass die Notenbanken die Finanzmärkte notfalls stabilisieren und eine Kreditklemme verhindern würden. Die Griechen wählen am Sonntag ein neues Parlament. Möglicherweise entscheiden sie indirekt auch über den Verbleib ihres Landes in der Eurozone.

Keine nachhaltigen Gewinne

Der Dow-Jones-Index der 30 Standardwerte stieg am Freitag um 0,9 Prozent auf 12.767 Punkte. Während des Tages pendelte er zwischen den Marken von 12.651 und 12.774. Beim S&P 500 betrug das Plus ein Prozent auf 1342 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte sogar um 1,3 Prozent auf 2872 Zähler zu.

Auch die Woche insgesamt schlossen die Indizes mit Gewinnen ab: Beim Dow betrug das Plus 1,7 Prozent, beim S&P 1,3 Prozent und beim Nasdaq-Index 0,5 Prozent.

Börsianer bezeichneten die Gewinne der Wall Street am Freitag als nicht nachhaltig, da sich viele Anleger wegen der Wahl nicht aus der Deckung wagten.

SDA/kpn

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