«Der Ausblick der Eurozone hat sich dramatisch verschlechtert»

Anfang Jahr sah es noch rosig aus. Doch die Wirtschaft in der Eurozone hat enorm an Fahrt verloren.

Italien verzeichnet zum vierten Mal in Folge die niedrigste Wachstumsrate.

Italien verzeichnet zum vierten Mal in Folge die niedrigste Wachstumsrate.

(Bild: Keystone Fabio Frustaci)

Die Konjunktur in der Eurozone hat im Mai erneut Tempo eingebüsst und so langsam zugelegt wie seit eineinhalb Jahren nicht mehr. Der IHS-Markit-Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft, der Industrie und Dienstleister zusammenfasst, sank um einen Zähler auf 54,1 Punkte.

Das Wachstum beim Neugeschäft liess deutlich nach und die Unternehmen stellten so wenig ein wie zuletzt im August 2017, wie aus der am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Forschungsinstituts unter rund 5000 Firmen hervorgeht. «Angesichts sich verschlechternder Wirtschaftsindikatoren bei gleichzeitig gestiegener politischer Unsicherheit hat sich der Ausblick der Eurozone im Vergleich zu den rosigen Aussichten zum Jahresbeginn dramatisch verschlechtert,» sagte IHS-Markit-Chefökonom Chris Williamson.

Einzig Spanien trotzt Abwärtstrend

Die Abkühlung seit Jahresbeginn fand auf breiter Front statt. Demnach stemmte sich nur Spanien erfolgreich gegen den Abwärtstrend. «Das krisengeschüttelte Italien vermeldete unterdessen zum vierten Mal hintereinander die niedrigste Wachstumsrate unter den vier grössten Euro-Mitgliedsstaaten», sagte Williamson.

In Deutschland sank der Composite-Index um 1,2 auf 53,4 Punkte und markierte damit ein 20-Monatstief. In Frankreich gab es ein 16-Monatstief von 54,2 Zählern. Das Barometer signalisiert bei mehr als 50 Punkten Wachstum.

sep/AP

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt