Zum Hauptinhalt springen

Der siebenfache Beitrag für den IWF

Die Finanzkrise hat es gezeigt: Die Finanzreserven des Internationalen Währungsfonds sind zu tief. Jetzt soll die finanzstarke Schweiz ihre Hilfe kräftig aufstocken.

Unter anderem hier vergibt der IWF Kredite: Griechenland erhielt 750 Milliarden Euro aus dem Währungsfonds.
Unter anderem hier vergibt der IWF Kredite: Griechenland erhielt 750 Milliarden Euro aus dem Währungsfonds.
Reuters

Der Bundesrat will dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zwei Kredite gewähren. 18 Milliarden Franken soll die Schweiz in die Rückversicherung des IWF einschiessen. Für einen Fonds zu Gunsten von Entwicklungsländern will sie 850 Millionen Franken sprechen.

Nach den Erfahrungen mit der Finanzkrise will der IWF sein finanzielles Sicherheitsnetz um rund das Zehnfache auf 540 Milliarden US-Dollar aufstocken. Reichen die regulären Mittel nicht aus, stellt der IWF den Vertragsländern aus diesem Topf Geld für die Finanzierung von Stützungsmassnahmen zur Verfügung.

Von 2,5 auf 18 Milliarden Franken

Entsprechend ihrer finanziellen Stärke soll die Schweiz dazu 18 Milliarden Franken beisteuern, wie das Finanzdepartement am Mittwoch mitteilte. Das schlägt der Bundesrat in seiner Botschaft zur Reform der Neuen Kreditvereinbarungen (NKV) des IWF vor. Heute beläuft sich der Anteil der Schweiz auf 2,5 Milliarden Franken.

Ausserdem will der Bundesrat einen Kredit von rund 850 Millionen Franken für den IWF-Treuhandfonds für Armutsbekämpfung und Entwicklung sprechen. Mit diesem Fonds, der 13,5 Millionen US-Dollar enthält, unterstützt der IWF Entwicklungsländer, die unter den Auswirkungen der Finanzkrise leiden.

IWF-Kredite werden zurückbezahlt

Das Parlament muss für diesen Kredit - im Gegensatz zum Kredit im Rahmen der NKV - eine Bundesgarantie genehmigen. Dazu verabschiedete der Bundesrat am Mittwoch ebenfalls eine Botschaft an das Parlament. Genehmigt das Parlament den Kredit, würde es sich um das dritte solche Darlehen nach 1995 und 2001 handeln. In beiden Fällen stammt das Darlehen von der Schweizerischen Nationalbank. Der IWF muss solche Darlehen zu Marktbedingungen verzinsen und zurückzahlen. Bislang kam der IWF seinen Verpflichtungen immer nach.

Zudem will sich der Bundesrat mit einer Verpflichtungssumme von 3,5 Milliarden Franken an einer Kapitalerhöhung der multilateralen Entwicklungsbanken beteiligen, wie das Volkswirtschaftsdepartement mitteilte. Einbezahlt wird ein Betrag von 167 Millionen über acht Jahre, der Rest dient als Garantiesumme, wie der Bundesrat in seiner Botschaft an das Parlament schreibt. Der Betrag wird der Entwicklungshilfe zugerechnet.

SDA/ske

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch