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Der wichtigste Satz der Eurokrise

Der Anstieg der Zinssätze für italienische Staatsanleihen stellt alle anderen Gefahren für die Eurozone in den Schatten.

Der Zinsanstieg in Italien ist momentan das grösste Risiko für die Eurozone: Feuerwehrleute spannen am Kolosseum in Rom die italienische Staatsflagge auf.
Der Zinsanstieg in Italien ist momentan das grösste Risiko für die Eurozone: Feuerwehrleute spannen am Kolosseum in Rom die italienische Staatsflagge auf.
Reuters

6,68 Prozent – so lautet die Zahl auf dem wichtigsten Fieberthermometer der Eurozone. Sie zeigt, dass sich der Patient in grösster Gefahr befindet. 6,68 Prozent ist die bisher höchste gehandelte Rendite für zehnjährige Staatsanleihen Italiens. Diese Rendite zeigt, welchen Zinssatz die drittgrösste Volkswirtschaft der Eurozone für ihre Schulden künftig bezahlen muss. Der Zinssatz für Italien ist damit bereits höher, als er in Griechenland Anfang April 2010 lag – kurz bevor das Land Unterstützung der Euroländer und des IWF erhielt –, und bewegt sich im Umfeld der Werte in Irland und Portugal, bevor auch diese Länder gerettet werden mussten. Das Problem im Fall Italien ist aber: Das Land ist auch für die Euroländer zu gross, um gerettet zu werden. Die Gesamtschuld Italiens beläuft sich auf 1900 Milliarden Euro – beinahe das Sechsfache der Gesamtschulden von Griechenland.

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