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Die Banken stehlen sich aus der Verantwortung

Die Schweizer Banken gehörten zu den Ersten, die den Griechen den Rücken zukehrten. Andere konnten oder wollten nicht folgen.

Die europäische Schuldenkrise ist auch die Geschichte der Verstaatlichung von schlechten Risiken. Dies zeigt ein Blick in die Statistiken, die Auskunft darüber geben, wer eigentlich die Gläubiger der Griechen sind und waren. Im Jahr 2008, also bevor die Welt von der Eurokrise sprach, hatten die europäischen und amerikanischen Banken 267 Milliarden Dollar Griechenland-Kredite in den Büchern. Heute sind es noch 145,8 Milliarden. Wie ist das möglich? Haben die Griechen so viel Geld zurückbezahlt? Nein, aber im letzten Mai beschloss die Europäische Zentralbank (EZB) griechische Schulden gegen einen Abschlag von 13,5 Prozent als Sicherheiten zu akzeptieren. Und viele Banken haben die Chance genutzt. Inzwischen hält die EZB faule Griechenland-Papiere im Wert von 200 Milliarden Dollar und damit ein riesiges Verlustrisiko in den Büchern.

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