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Die grössten Sorgen und Nöte der Schweizer KMU

Für kleine und mittlere Unternehmen ist der technologische Fortschritt überlebenswichtig, wie eine Umfrage zeigt. Kummer bereiten den Firmen die Finanzierung und ungünstige Marktbedingungen.

KMU, das Rückgrat der Schweizer Wirtschaft: Ein Mitarbeiter des Heiztechnikunternehmen Prang & Partner in Pfungen ZH bei der Arbeit.
KMU, das Rückgrat der Schweizer Wirtschaft: Ein Mitarbeiter des Heiztechnikunternehmen Prang & Partner in Pfungen ZH bei der Arbeit.
Keystone

Die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) bewerten den technischen Fortschritt unter sechs bedeutenden Entwicklungen der kommenden Jahre mit Abstand am positivsten, wie aus einer heute veröffentlichten Studie der Credit Suisse hervorgeht.

Als wichtigste Ideenlieferanten für Innovationen werden das Management und die Mitarbeitenden genannt. Drei Viertel der befragten Unternehmen fördern deshalb die Innovationsfähigkeit ihrer Angestellten, beispielsweise durch ein motivierendes Arbeitsumfeld oder Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen.

Kooperationen sind überlebenswichtig

Viele KMU pflegen zudem Kooperationen, um Innovationen zu realisieren. Mit Abstand am häufigsten wählen sie dabei Kunden und Lieferanten als Partner. Innovativ sind KMU vor allem bei der Entwicklung neuer Produkte. Jedes dritte der befragten Unternehmen erzielt mehr als einen Drittel des Umsatzes mit neuen Produkten. Ebenfalls wichtig sind Prozess- und Marketinginnovationen.

Viele KMU verzichten auf die Anmeldung von Schutzrechten. Nur gerade 10 Prozent der Unternehmen lassen ihre Produkte patentieren. Dagegen setzen 37 Prozent auf fortlaufende Innovation, um sich vor Nachahmern zu schützen.

Finanzierungsprobleme als Hemmnis für Innovationen

Ein häufiges Hindernis für die Umsetzung von Innovationsprojekten ist die fehlende Finanzierung. KMU finanzieren technologische Neuerungen überwiegend aus eigenen Mitteln. Ein Fünftel der KMU investiert jährlich mehr als 10 Prozent des Umsatzes in Innovationsprojekte. Bei den meisten Unternehmen sind es weniger als fünf Prozent.

Im Weg stehen neuen Innovationen zudem häufig ungünstige Bedingungen auf dem Markt, beispielsweise Sättigungseffekte oder eine starke Konkurrenz. Eine ungenügende Rendite von Innovationsprojekten sowie der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften werden als weitere Innovationshemmnisse identifiziert.

Problemfall Ressourcenknappheit

Für die Studie «Megatrends» befragte die Credit Suisse 1800 KMU zu den sechs Themen Demografie, Globalisierung, Wertewandel, Ressourcenknappheit, Wissensgesellschaft und technologischer Fortschritt.

Insgesamt stehen die befragten KMU den sechs Entwicklungen optimistisch gegenüber. 51 Prozent bewerten ihre Auswirkungen positiv, im Vorjahr waren es noch 49 Prozent gewesen. Einzig die Ressourcenknappheit wird überwiegend negativ eingeschätzt.

SDA/pbe

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