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«Einfach noch einmal einige Milliarden Euro nachschiessen ist keine Lösung»

Der frühere belgische Regierungschef Guy Verhofstadt verurteilt die Milliardenhilfe für das verschuldete Griechenland scharf. Die Hilfen seien zu einseitig und liessen keinen Platz für natürliches Wachstum.

Übt Kritik an Griechenland-Hilfe: Der Liberalen-Chef im EU-Parlament Guy Verhofstadt an einer Konferenz im Parlament der Europäischen Union.
Übt Kritik an Griechenland-Hilfe: Der Liberalen-Chef im EU-Parlament Guy Verhofstadt an einer Konferenz im Parlament der Europäischen Union.
Keystone

Belgiens ehemaliger Regierungschef und heutiger Chef der Liberalen im EU-Parlament, Guy Verhofstadt, kritisiert die geplanten neuen Griechenland-Hilfen scharf. «Die Verabschiedung immer neuer Rettungspakte kann nicht die Lösung der Griechenland-Krise sein», sagte Verhofstadt der Zeitung «Die Welt». Die neuen Hilfen würden die Finanzmärkte «nicht überzeugen», weil sie «viel zu spät» kämen und «viel zu einseitig» seien.

Neben den von der Europäischen Union und ihren Partnern geforderten Reformen und Sparanstrengungen seien in Griechenland «auch Impulse für Wachstum und Investitionen notwendig», sagte Verhofstadt der Zeitung. «Einfach noch einmal einige Milliarden Euro nachzuschiessen ist keine Lösung», fügte er hinzu. Mit Blick auf eine mögliche Beteiligung des Privatsektors an den Kosten eines neuen Rettungspakets sagte Verhofstadt, die privaten Gläubiger Griechenlands müssten «Verantwortung bei der Rettung» übernehmen. «Die beste Möglichkeit wäre, dass die Privaten ihre Anleihen zu einem grossen Teil in Eurobonds umtauschen.»

AFP/DAPD/wid

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