Zum Hauptinhalt springen

Euro fällt an Börse in Japan unter 1,22 Dollar

Der Euro ist nach dem Verbot von Leerverkäufen in Deutschland erneut unter Druck geraten.

Wegen Verbot von Leerkäufen unter Druck: Euro.
Wegen Verbot von Leerkäufen unter Druck: Euro.

Die europäische Gemeinschaftswährung fiel am Mittwoch an der Börse in Tokio auf 1.2144 Dollar und war damit so wenig wert wie seit über vier Jahren nicht mehr. Am Vorabend hatte der Euro bereits in New York ein Rekordtief bei 1.2162 Dollar erreicht. Händler machten für den Absturz der Gemeinschaftswährung die neuen Massnahmen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) verantwortlich. «Berichte über Einschränkungen auf den Finanzmärkten wirken immer als negativer Faktor auf die betroffene Währung», sagte ein Analyst in Tokio.

Die BaFin hatte am Dienstagabend ein Verbot besonders spekulativer Geschäfte verhängt: Untersagt sind seit Mitternacht ungedeckte Leerverkäufe von Staatsanleihen aus der Euro-Zone sowie von Aktien mehrerer Finanzunternehmen, darunter der Allianz, der Commerzbank, der Deutschen Bank, der Postbank und er Münchener Rück. Auch den Handel mit Kreditausfallversicherungen (CDS) schränkte die BaFin ein.

Bei Leerverkäufen wetten Händler auf fallende Kurse. Sie leihen sich Staatsanleihen oder Unternehmenstitel gegen eine geringe Gebühr zum Beispiel von Banken und verkaufen sie weiter. Später kaufen sie die Papiere zurück. Ist die Wette aufgegangen, sind sie dann billiger - die Differenz im Preis kassiert der Händler. Leerverkäufe gelten unter anderem als problematisch, weil ins Visier der Spekulanten geratene Titel dadurch unter Druck geraten können.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch