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«Für alle anderen Staaten gelten andere Regeln»

EZB-Präsident Jean-Claude Trichet und IWF-Chefin Christine Lagarde haben die Einigung für Athen begrüsst. Griechenland sei aber eine Ausnahme, wird betont.

«Eine aussergewöhnliche und einmalige Lösung»: Jean-Claude Trichet und Christine Lagarde äussern sich in Brüssel zur beschlossenen Euro-Rettung. (Video: Reuters)

Nach dem Beschluss zu einem neuen Hilfspaket für Athen über 109 Milliarden Euro und weiteren Massnahmen zur Eindämmung der Eurokrise rechtfertigte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, seine Zustimmung: «Griechenland ist in einer absolut aussergewöhnlichen Situation. Deshalb brauchen wir eine aussergewöhnliche und einmalige Lösung.»

Im gleichen Atemzug erinnerte er die Mitgliedsländer jedoch an ihre finanzpolitische Verantwortung. «Für alle andern Staaten in der Eurozone gelten aber andere Situationen und Regeln, die beachtet werden und denen sie sich verpflichtet fühlen müssen», sagte Trichet gestern Abend in Brüssel. Griechenland müsse nun seine Hausaufgaben machen. Die Umsetzung der Privatisierungen sei sehr wichtig.

Die neue Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, lobte den starken gemeinsamen Willen – trotz einzelner Widerstände in den nationalen Parlamenten. Der IWF werde sich am neuen Hilfspaket beteiligen. Griechenland müsse aber noch einen Antrag stellen.

Griechenland strebt für 2012 Haushaltsplus an

Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos hat grosse Erleichterung über den Rettungsbeschluss der Euro-Staaten bekundet. Venizelos versprach in Athen, er werde mit Nachdruck die unpopuläre Sparpolitik fortsetzen. Ziel sei es, schon vom nächsten Jahr an einen Primärüberschuss vor Zinsen im Staatshaushalt zu erwirtschaften.

Griechische Aktien stiegen in der Folge der Brüsseler Hilfsbeschlüsse von Donnerstagabend. Der wichtigste Index legte zum Vormittag um 3 Prozent zu.

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